Alpen mit Offroad-Anteil

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    Umfrage

    Eure Meinung zum Panoramadach

    Insgesamt 22 Stimmen
    1.  
      Hatte/habe es - und bin zufrieden (11) 50%
    2.  
      Hatte/habe es - und bin unzufrieden (1) 5%
    3.  
      Nie wieder - nur Ärger damit (1) 5%
    4.  
      Immer wieder - nie Ärger gehabt (1) 5%
    5.  
      Beim nächsten Autokauf JA (9) 41%
    6.  
      Beim nächsten Autokauf NEIN (9) 41%

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    • Alpen mit Offroad-Anteil

      Hallo!

      Da Rotax gefragt hat ein kurzer Reisebericht:

      Bilder gibt es am Ende und hier: Fotowettbewerb für den Yeti-Kalender 2017


      Wir (meine Freundin und meine Wenigkeit) sind Sonntags in Richtung Alpen gestartet.
      Offizielles und kommuniziertes Ziel war "französische Alpen", mein persönliches Ziel ein klein wenig anders ;)

      Erster Tag über die Autobahn bis nach Göschenen in der Schweiz, von dort nach Andermatt und über den Furka ins Rhonetal.
      Dadurch das es SOnntag war und wohl der erste richtig schöne Tag der Woche war entsprechend viel los auf dem Pass.
      Leider kommt man am Furka kaum zum überholen und so zuckelt man halt auch mal hinterher wenn der langsamere Vordermann nicht mal rechts ran fährt.

      Wie seit Jahren habe ich mich über den Rhonegletscher erschrocken.
      Ich war das erste mal 1994 mit dem Motorrad in der Gegend und am Hotel Belvedere (bekannt aus James Bond Goldfinger) konnte man den Gletscher sehen und er ragte über die "Klippe" in Richtung Gletsch, dem Ort im Tal.

      Heute sieht man von der Straße praktisch keinen Gletscher mehr - Globale Erwärmung zum anschauen :(

      Weiter durchs Rhone-Tal nach Martigny und von hier auf den Großen St. Bernhardt.
      Hier hatte ich in der Auberge auf dem Gipfel ein Zimmer für die Nacht reserviert.
      Die Auberge ein Teil des alten Hospiz und im Nachbargebäude sind auch heute noch Mönche unterwegs.

      Die Stille dort oben wenn die Tagestouristen weg sind hat schon was.


      Morgens gefrühstückt und in Richtung Aosta gefahren.
      Von hier aus weiter in Richtung Westen und über den kleinen St. Bernhardt nach Frankreich.
      Grenzkontrollen auf der Passhöhe mit französischem Militär (jedenfalls in Tarnfleck-Uniform mit Maschinenpistole). :huh:

      Runter nach Bourg Saint Murice und einen kurzen Abstecher zum Cormet de Roseland gemacht bevor es auf den Col d'Iseran ging.
      Hier zum Glück wenig Verkehr und auch mal die Möglichkeiti zu überholen.
      Da kann man die Pferde mal etwas laufen lassen und sich freuen wenn man dank Allrad flott aus den Kurven kommt und es nicht nur an dern Vorderrädern zerrt :thumbsup:
      Dann hoch auf den Col den Mont Cenis und die Aussicht über den See zum alpenrouten.de/Variselle-Fort-…sello-Forte_point609.html

      Leider ist das Fort nicht mehr legal anfahrbar.
      Dafür gibt es dann die Südseite des Mont Cenis.
      Für mich einer der am schönsten zu fahrenden Alpenpässe. Besonders seit vor kurzem die Asphaltdecke erneuert wurde :thumbup:

      In Susa wieder in Richtung Westen und auf nach Oulx. Hier hatte ich für 2 Tage ein Zimmer gebucht.

      Abends beim Pizza essen schon mal langsam auf das Thema Schotter hin gearbeitet.
      Aber meine Freundin ist ja nicht auf den Kopf gefallen und sie hatte so eine Vorahnung und wohl ein Gespräch zwischen mir und meinen Bruder mitbekommen.

      Also am nächsten morgen zurück nach Susa und in Richtung Meana di Susa abgebogen.
      Hier findet sich die Auffahrt zum alpenrouten.de/Finestre-Colle-delle_point150.html

      Der Anfang ist noch geteert aber sehr schmal. Bei Gegenverkehr muss man sich eine Auswechstelle suchen.
      Uns kam aber keiner entgegen und ein Land Rover machte irgendwann platz und lies uns vorbei.

      Wenn man aus dem Wald rauskommt eght es auch mit dem Schotter los.
      Alles noch sehr gepflegt und problemlos fahrbar.

      Oben auf dem Col hat man eie fantastische Aussicht zu beiden Seiten und sieht auch wie es nun weiter geht. (Siehe Bild FIN1)
      Dadurch das der Col vor ein paar Jahren mal Etappenziel des Giro d*Italia war sind die ersten Kilometer nach Süden geteert.

      Nach ca 2km biegt man in Richtung Assietta Kammstraße ab. alpenrouten.de/Assietta-Colle-…mstrasse-AKS_point32.html

      Hier geht es nun 34km über Schotterstraßen in Richtung Westen nach Sestriere.
      Die Straße zieht sich mal auf der einen Seite des Berges, mal auf der anderen Seite entlang und führt über 5 Berge immer zwischen 2000 und 2500 Höhenmetern.

      Es gibt in den Sommermmonaten Mittwochs und Sasmtags ein Fahrverbot.

      Die Assietta lässt sich gut fahren und ich habe hier oben auch schon Strassenmotorräder und "normale" Autos gesehen.
      Die Italiener sind da recht schmerzfrei.

      Der Weg ist schmal, aber mit etwas vorraussicht was einem so entgegen kommt findet man immer eine passende Ausweichstelle.

      Leider sieht man immer Schäden wo irgendwelche Idioten von der Piste runter gefahren sind und querfeldein fahren.
      Dies wird versucht durch Zäune und aufgeschüttete Barrieren versucht zu verhindern. Man sieht auch das das Holz schon älter ist und wie lange es dauert bis sich die Vegetation in der Höhe regeneriert hat :( (Seihe Bild AS1)
      Auch sollte man wenn einem Wanderen oder Radfahrer entgegen kommen langsam fahren um die Staubbildung zu minimieren.
      Dies wird allgemein mit einem dankbaren Grüßen gewürdigt :thumbsup:

      Dei Straße ist im Moment in einem guten Zustand und man findet kaum größere Brocken auf der Straße und die ABlaufrinnen sind nicht zu tief.
      Anders letztes Jahr wo es ein großes und langes Schlammloch gab was mich mit dem Motorrad zum umkehren bewegte und da sich auch mit dem Yeti nicht gefahren wäre.

      Am Ende kommt man nach Sestriere und ist aber hier wieder auf Asphalt unterwegs.

      So, für heute genug, morgen gehts weiter.
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      Bis die Tage,

      Volker
    • Ich bin gerade sehr sehr von der spontanen Idee angetan, morgen oder übermorgen dort "rüber" zu fahren.

      Wie genau musstest Du die Strecke von Susa bis Fenestrelle durchplanen, bzw. ist die Strecke halbwegs gut beschildert?

      Erstaunlicherweise scheint es von Freiburg ja wirklcih nur ein kleiner Sprung zu sein. Ok, ich umfahre gerne die Schweiz, aber in der Nähe von Grenoble gibt es ja zahlreiche Campingplätze. Das sind 4,5 Stunden von Freiburg durch Frankreich. Da könnte Susa - Fenestrelle von dort fast sogar ein Tagesausflug sein.

      Als Nordlicht habe ich immer Norwegen im Kopf wenn ich an bergige Strecken denke. Aber von Freiburg liegen mir die Passstrassen ja fast zu Füssen ;)

      Auch von mir ein dickes Danke für den tollen Reisebericht und ich werde da auf jeden Fall mal hinfahren, spätestens nächsten Sommer.
      :thumbup:
    • Hallo!

      Der Colle de Finestre ist ausgeschildert.
      Wenn du von Susa aus auf der SP24 in Richtung Turin fährst musst du nur diese Abzweigung finden und dich hier rechts halten:

      google.de/maps/@45.1340503,7.0…3312!8i6656!6m1!1e1?hl=de

      Dann eigentlich immer nur geradeaus bis obenhin, ~2km bergab und rechts abbiegen auf die Assietta.
      Ab hier geht es eigentlich immer nur gereaus bis Sestriere.

      Aber Samstags ist da Fahrverbot!

      stradadellassietta.it/tedesco/…etta/regolamentazione.php

      Als Campingplatz im Susa Tal wird oft der Gran Bosco in Salbertrand erwähnt:
      campinggranbosco.it/de/


      Mir ist allerdings ein richtiges Bett lieber ;)
      Bis die Tage,

      Volker

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Wetzlarer ()

    • Hallo!

      SO, weiter gehts...wo waren wir stehen geblieben?

      Genau, in Sestriere zum Kaffee und einem Panini.
      Wenn man da so sitzt sieht man etliche Enduros und auch das eine oder ander 4x4 vorbei fahren.
      Alle schön staubig wie sich das gehört :)

      Die Strasse nach Cesana Torinese kommt einem wie glattgebügelt vor und verführt zum flotten Kurvenwetzen :evil:

      Von hier aus rechts abbiegen in Richtung Oulx und am Fusse des Mont Chaberton vorbei.
      Jenem legendären ehemals höchsten anfahrbaren Punkt in den Alpen.
      Leider seit etlichen jahren gesperrt und zum Schluß wohl auch nur noch mit Enduros zu erreichen.

      In Oulx links ab nach Bardonecchia und hier den Wegweiser nach Rochemolles gesucht.

      Hier geht es zum Col de Sommeiller.

      Der ist bekannt da jedes Jahr im Juli stattfinden Stella Alpina - einem Motorradtreffen.
      Der Anfang bis Rochemolles ist ein schmales Strässchen das am Anfang noch geteert ist.
      Hinter Rochemolles fängt die Naturstraße an. Erst durch den Wald und vorbei an einem Stausee bis zum Rifugio Scafiotti.

      Hier kann man sich entscheiden ob man erstmal nach links zum Refugio fährt um was zu trinken oder zu essen oder rechts lang um die sich im Hintergrund abzeichnenden Sepentinen zum Col zu fahren.
      Wir sind rechts lang und ab hier wurde es dann doch etwas gröber.
      Der Weg geht über mehrere Sepentinen die teilweise so eng sind das ich zurücksetzen musste um rum zu kommen.

      Vor mir war ein Dacia Duster dem ich gefolgt bin.
      Die Strecke zwischen den Kehren war sehr ausgewaschen und als ich dann nach einer Kehre die nächste Gerade gesehen habe habe ich mich entschlossen umzudrehen.
      Kurz darauf Bergab ist dann das Bild Som1 entstanden.

      Abends wieder lecker Pizza und am nächsten morgen gepackt und weiter gefahren.
      Über Briancon zum Col d Izoard und heir weiter in Richtung Embrun zum nächsten Schotterpass: dem Col du Papaillon

      Der Anfang ist bis zum Ort Crevoux asphaltiert.
      Durch den Wald geht es dann auf einem Waldweg weiter bis zur Baumgrenze und darüber hinaus. (Bild Par1)

      Am Scheitelpunkt angekommen sieht man das besondere am Parpaillon: den Scheiteltunnel

      Hier findet sich oft bis in den Juli hinein Eis im Tunnel. Danach meist nur noch Pfützen die aber auch etwas tiefer sein können.
      Beleuchtet ist er natürlich auch nicht ;) (Siehe Bild par2 und par3)

      Die Aussicht wenn man auf der anderen Seite rauskommt ist auch toll.
      Man schaut nach links in das Tal und sieht den Weg den man weiter fährt (Par 5 und 6 und 7)
      Irgendwann kommt man wieder in den Wald und es geht flacher bis nach Jausiers wo es die nächste Kaffeepause gibt.

      Von hier aus zum höchsten geteerten Alpenpass: dem Col de la Bonette

      Die 2715m hätten nicht für den Titel gereicht, so wurde noch eine kleine Extra Runde an den Pass geflickt und so kommt man zum 2802m hohen Cime de la Bonette.

      Wer hier noch die Luft hat kann noch etwas höher zu einem Aussichtspunkt mit "Table de Orientation" laufen.

      Wir sind lieber auf der anderen Seite runter und in Saint Sauveur sur Tinee nach Beuil abgebogen.
      Hier hat es dermassen geschüttet das der ganze Staub abgewaschen wurde und man wieder die orginal Farbe sehen konnte :D

      Durch die beiden genialen schluchten Gorges du Cians und Gorge de Daluis ging es nach Saint Martin d'Entraunes wo wir ein Hotel für die Nacht fanden.

      Morgens nach dem sehr französischen Frühstück (Cafe au Lait, etwas Baguette, ein Croissant und Marmelade) gin es auf den Col de Cayolle.
      Hier hatte es während de Regens am Vortag oder in der Nacht etwas geschneit und man sah überall noch Schneereste liegen.

      Hier kann man im oberen Teil auch sehr gut Murmeltiere beobachten (Bild Murmel)

      Dann weiter über den Col de Vars nach Briancon, über den Galibier nach Saint Jean de Maurienne, über den Col de la Madeleine bis nach Albertville und Ugine.
      Hier nochmals geschlafen und am nächsten Tag am Mont Blanc vorbei nach Martigny und auf die Autobahn und heim.

      Alles in allem ca 2500km in 6 Tagen und dabei ca. 175 Liter Diesel verbrannt.

      Fazit:
      Drehzahl nicht unter 1500 U/min fallen lassen wenn es vorwärts gehen soll und immer 1 Sekunde früher aufs Gas wie man denkt :evil:
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      Bis die Tage,

      Volker
    • Wetzlarer schrieb:

      Da Rotax gefragt hat ein kurzer Reisebericht:

      Ich bin schlichtweg begeistert. :applaus: :danke: R) ,
      so ein toller Reisebericht und dazu noch die super Bilder .
      Da ist er wieder der "alte Spirit" unseres Forums, Informationen und Hilfe gut aufbereitet mit Fotos und weiterführenden Links :thumbup: .

      MfG.



      ...man muss kein Huhn sein, um beurteilen zu können , ob ein Ei schmeckt.



      Malachitgrüner 1.8 TSI - Bj. 2012 - Ambi+
    • Ich kann mich dem nur anschließen,bin begeistert.
      Tolle Landschaft , tolle Bilder (davon könnte man fast einen kompletten Yeti-Kalender basteln) und ein toller Bericht,wo man sofort mit meiner Honda Africa Twin,oder dem Yeti los-bzw. hinfahren möchte !!! :thumbsup: :danke:
      Gruß Ralf.


      Wenn man mir früh genug Bescheid sagt, bin ich auch spontan.
    • Hallo!

      Also ich bin mit ienm serienmässigen Yeti unterwegs.
      Es ist nur der zusätzlich bestellbare UNterbodenschutz montiert.


      Für die von mir beschriebenen Strecken braucht man meiner Meinung nach keine Höherlegung und bei trockenem Wetter auch keine AT-Reifen.

      Ich wollte mir das Auto nochmal von unten anschauen, aber kann mich nur an 1 oder 2 Stellen erinnern wo ich vermutlich Bodenkontakt hatte. Und das auch nur weil ich die jeweilige Kuhle zu spät gesehen habe.
      Bis die Tage,

      Volker
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