Fragen und Antworten zum Update des EA189

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    Umfrage

    Eure Meinung zum Panoramadach

    Insgesamt 42 Stimmen
    1.  
      Hatte/habe es - und bin zufrieden (24) 57%
    2.  
      Hatte/habe es - und bin unzufrieden (1) 2%
    3.  
      Nie wieder - nur Ärger damit (1) 2%
    4.  
      Immer wieder - nie Ärger gehabt (2) 5%
    5.  
      Beim nächsten Autokauf JA (19) 45%
    6.  
      Beim nächsten Autokauf NEIN (15) 36%

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    • CAROMITO schrieb:

      VW hat über seine Anwälte glaubhaft versucht das in unseren Yeti keine unzulässige Abschalteinrichtung verbaut ist.
      Ja, das versuchen die VW-Anwälte immer wieder, beschränken sich dabei aber auf die vermeintlichen Schlupflöcher, ein ziemlich untauglicher Versuch. Erfolgversprechender wäre es, das Problem an der Wurzel zu packen und nicht bei der Abschalteinrichtung sondern der AGR anzusetzen, auf die wegen ihres Zielkonflikts und der überhaupt nur bei vergleichsweise niedrigen Abgastemperaturen wirksamen Stickoxidminderung, die Anwendung des Verbots von Abschalteinrichtungen nicht nur nicht passt, sondern regelrecht kontraproduktiv ist. Faktisch hat VW daher eigentlich alles richtig gemacht. Aufgrund des Deals mit dem KBA kann man dieses Argument aber nicht vorbringen, mit der Folge, dass der Kunde der Dumme ist. Daher werfe ich VW auch nicht die Abschalteinrichtung an sich vor, sondern dass man gegen die Interessen seiner Kunden mit dem KBA einen Deal geschlossen hat, anstatt die Abschalteinrichtung bereits vom Grunde her als sinnvoll zu verteidigen.

      Andreas
    • floflo schrieb:

      Erfolgversprechender wäre es, das Problem an der Wurzel zu packen und nicht bei der Abschalteinrichtung sondern der AGR anzusetzen, auf die wegen ihres Zielkonflikts und der überhaupt nur bei vergleichsweise niedrigen Abgastemperaturen wirksamen Stickoxidminderung, die Anwendung des Verbots von Abschalteinrichtungen nicht nur nicht passt, sondern regelrecht kontraproduktiv ist. (...) Daher werfe ich VW auch nicht die Abschalteinrichtung an sich vor, sondern dass man gegen die Interessen seiner Kunden mit dem KBA einen Deal geschlossen hat, anstatt die Abschalteinrichtung bereits vom Grunde her als sinnvoll zu verteidigen.
      Diese Aussage gilt aber nur für die von VW "eingesetzte" Technik. Dann hätte VW eine "andere zur Verfügung stehende" (wahrscheinlich teurere) Technik einsetzen müssen. So würde ich als juristischer Laie zumindest die Ausarbeitung des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages deuten:

      Fachbereich WD7 schrieb:

      Eine Privilegierung einer Abschalteinrichtung aufgrund von Artikel 5 Absatz 2 Satz 2 lit. a Emissions-Grundverordnung käme zudem dann grundsätzlich nicht in Betracht, wenn aufgrund andersartiger Konstruktion oder durch den Einsatz zusätzlicher Bauteile das Abschalten des Emissionskontrollsystems unter Motorschutzgesichtspunkten ent-behrlich würde. Für eine solche technische Entbehrlichkeit einer Abschalteinrichtung ließe sich in praxi etwa anführen, wenn nach dem Stande der Technik Konstruktionen bekannt und mög-lich sind, die das Abschalten des Emissionskontrollsystems entbehrlich machen
      gruene-bundestag.de/fileadmin/…ten_Abschalteinrichtungen

      Auch Gerichtsurteile lassen sich meiner Meinung nach in diese Richtung auslegen:

      Urteil LG Stuttgart, 17.01.2019 - 23 O 178/18 schrieb:

      Ferner führt das Gericht erneut aus, dass der Ausnahmetatbestand des Art. 5 Abs. 2 EG (VO) 715/2007 sehr eng auszulegen ist. Die Automobilhersteller können sich daher - aus den geschilderten Gründen - allenfalls dann auf den Ausnahmetatbestand des Art. 5 Abs. 2 lit. a) EG (VO) (Motorschutz) berufen, wenn andere technische Lösungen, nach der jeweils besten verfügbaren Technik, und zwar unabhängig davon ob diese wirtschaftlich deutlich teurer wären, nicht vorhanden sind.
      lrbw.juris.de/cgi-bin/laender_…nt.py?Gericht=bw&nr=26487

      LG lego63
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