Kommt die PKW-Maut jetzt doch

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    Umfrage

    Soll sich @berme (wieder) einen Yeti kaufen oder ist er mit einem Karoq besser bedient?

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    • leuchtturm schrieb:

      Aber jetzt soll es eben die PKW- Maut "wuppen", und dann finde ich es auch richtig, daß alle Fahrzeugbesitzer zahlen, denn alle erwarten, daß die Strassen (Auto- und Bundesstrassen) vorhanden sind, auch wenn sie diese nur gering nutzen.
      Wenn überhaupt, dann darf es nur eine Vignetten-Lösung geben. Das hat sich bei den Ösis und in der Schweiz bewährt.
      Jede andere Form der Maut ist nur eine weiterer Schritt in den Orwellschen Überwachungs-Staat :thumbdown: .
      Ob das bereits beschlossene Mautgesetz Teil eines neuen Koalitionsvertrags oder entsorgt wird, bleibt abzuwarten .
      Bei den Römern galt die Regel Geld stinkt nicht. Ich meine, daran hat sich nichts geändert.

      MfG.



      ...man muss kein Huhn sein, um beurteilen zu können , ob ein Ei schmeckt.



      Malachitgrüner 1.8 TSI - Bj. 2012 - Ambi+
    • rotax schrieb:

      Jede andere Form der Maut ist nur eine weiterer Schritt in den Orwellschen Überwachungs-Staat
      Das muss nicht sein. Beim deutschen Toll Collect ist das so, bei den Abrechnungssystemen in Frankreich, Italien und Spanien hingegen nicht, denn dort wird die Gebühr an Zahlstellen entrichtet. Lediglich mit elektronischen Chips lassen sich auch dort Fahrprofile erstellen, doch dürften die Betreiber daran wenig Interesse haben.

      Das Abrechnungssystem in Frankreich, Italien und Spanien lässt sich auf Deutschland praktisch nicht übertragen, da hierfür sehr aufwendige Umbauten erforderlich sind. In den genannten Ländern sind die mautpflichtigen Autobahnen privatisiert und so wurde bereits beim Bau das Zahlstellensystem berücksichtigt. Eine "Nachrüstung" wäre bei uns nicht nur unwirtschaftlich sondern in vielen Fällen auch praktisch nicht realisierbar, zumal in Deutschland die Distanz der Auf- und Abfahrten viel kürzer ist und daher auch viel mehr Zahlstellen errichtet werden müssten.

      Andreas
    • leuchtturm schrieb:

      ...und dann finde ich es auch richtig, daß alle Fahrzeugbesitzer zahlen, denn alle erwarten, daß die Strassen (Auto- und Bundesstrassen) vorhanden sind, auch wenn sie diese nur gering nutzen.
      Ach ja? Noch mehr zahlen als über vierfach so viel, wie für die Infrastruktur ausgegeben wird?

      Manche Autofahrer haben anscheinend wirklich noch nicht gemerkt, dass sie die Melkkuh des Staates sind.
      Mein Opa kannte einen Bauern, der seine Kuh immer und immer öfter gemelkt hat. Dabei bekam sie immer weniger zu fressen. Er wäre vielleicht sogar reich an dieser Kuh geworden... leider ist sie gestorben die arme.

      Und nein, ich erwarte nicht dass die Straßen vorhanden sind, sondern das es vernünftige Straßen sind. Dann wäre ich bereits mehr zu zahlen. Für den gleichen oder sogar immer schlechteren Dreck immer mehr und mehr zahlen? Wie doof muss man denn dazu sein?

      Grüße - Bernhard
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      Yeti Ambition CFJA gebaut am 01.10.2010 / z.Zt. ca. 114.000 km / gerührt, nicht geschüttelt
    • leuchtturm schrieb:

      Aber jetzt soll es eben die PKW- Maut "wuppen", und dann finde ich es auch richtig, daß alle Fahrzeugbesitzer zahlen, denn alle erwarten, daß die Strassen (Auto- und Bundesstrassen) vorhanden sind, auch wenn sie diese nur gering nutzen.

      BernhardJ schrieb:

      Manche Autofahrer haben anscheinend wirklich noch nicht gemerkt, dass sie die Melkkuh des Staates sind.
      Ich glaube da hast Du etwas mißverstanden und mein "dann" nicht richtig verstanden hast. Ich bin absolut gegen eine Maut. Aber ich verstehe die immer wieder (auch hier) geäußerte Forderung "Sollen doch die Nutzer zahlen" nicht .
      Diejenigen, die diese Forderung stellen, vergessen leider immer wieder, daß auch sie eine gewisse Infrastruktur erwarten, wenn sie diese denn eimal nutzen wollen oder nutzen müssen. Vieles in unserer Gesellschaft beruht auf dem Solidarprinzip, wenn es auch immer mehr eingeschränkt wird.
      Und ja, manche haben wirklich noch nicht gemerkt, daß auch sie letzendlich bei einer Maut über Km- Pauschale der Handwerker etc an der Maut beteiligt werden, und der jetzt geplante Einstieg in eine PKW Maut (kostenneutral) der Anfang der Erschließung einer Einnahmequelle ist, die dann, in Zukunft, weil nicht mehr kostenneutral, zu einer zunehmenden Belastung der Straßennutzer , aber zu keiner besseren Infrastruktur führt Auch scheinen die Befürworter einer "Nutzer - Zahlung" zu vergessen, daß die Maut auch für Bundesstrassen gelten soll. Wollen sie nur Landstrassen und Feldwege befahren?
    • Vielen Dank für die Klarstellung. Sorry, ich habe Deinen Satz tatsächlich falsch verstanden.

      Ich bin ebenfalls Befürworter von Solidarsystemen, wobei es aber welche in Deutschland gibt, die völlig unsozial sind, z.B. das Gesundheitssystem oder das Rentensystem, aus denen man sich einfach ausklinken kann, wenn man genug Kohle hat. Ist aber eine andere Geschichte.

      Man muss aber auch sagen, dass das Verkerssystem m.M.n. schon völlig ausreichend dasteht mit dem Verursacherprinzip, denn die KFZ-Steuer wird nur von Fahrzeugbesitzern erhoben und die meiste Mineralölsteuer zahlen auch die, welche am meisten fahren.

      Gegen die Maut bin ich auch, weil
      a) genug wirklich irgendwann genug sein sollte,
      b) wenn ich mehr (hier sogar Zweckgebunden!) zahle, erwarte ich normalerweise auch dafür etwas bessere Leistung - was nicht passieren wird, wenn der Staat den Gegenwert an Steuern von den Infrastruktur-Ausgaben wieder abzieht, und
      c) weil ich gegen Steuererhöhungen bin, die mit (sogar teilweise sachlich falschen) Scheinargumenten begründet werden.

      Grüße - Bernhard
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      Yeti Ambition CFJA gebaut am 01.10.2010 / z.Zt. ca. 114.000 km / gerührt, nicht geschüttelt
    • Margiani schrieb:

      Allerdings -zumindest in Italien - nur von denjenigen, die weder das elektronische System "Telepass" noch die Möglichkeit der Kartenzahlung nutzen. ( de.wikipedia.org/wiki/Maut_in_Italien)
      Das stimmt. Daher habe ich die elektronischen Chip-Karten, zu denen auch die VIACard gehört, ja auch extra als Ausnahme erwähnt. Für das Telepass-System gilt das noch mehr, da hier ähnlich wie bei Toll Collect eine automatische Erfassung der Fahrzeuge erfolgt. Insoweit hast du recht, dass zumindest in Italien (ich nehme an in Frankreich und Spanien ist es ähnlich) eine Überwachung möglich ist, der man sich anders als bei Toll Collect aber entziehen kann, indem man an diesen Systemen nicht teilnimmt sondern die Zahlstellen nutzt.

      Margiani schrieb:

      Allerdings sollte nicht vergessen werden, daß an den Mautstellen ALLE gefilmt werden.
      Wo wird man heutzutage nicht "gefilmt"? Das würde mich nicht stören. Im Gegenteil ich bin ein Befürworter der Videoüberwachung, ohne die man z.B. den Lebensmittelerpresser vom Bodensee jetzt nicht gefasst hätte. Wer sich im öffentlichen Raum aufhält, ist für jedermann dort sichtbar. Dann ist es auch egal, ob es sich dabei um ein menschliches oder elektronisches Auge handelt.

      Andreas
    • BernhardJ schrieb:

      Nachtrag:

      Die Maut in Frankreich und Italien ist ein ganz schlechter Vergleich, da sie dort streckenbezogen als direkte Bezahlung für die Nutzung der Einrichtungen fällig wird. Zudem sind diese Autobahnen alle im erstklassigen zustand, was ebenfalls für Österreich und die Schweiz gilt. Dort zahle ich gerne diese Maut. Außerdem kosten dort Straßen außerhalb der Autobahnen (außer Österreich) üblicherweise nichts.

      Grüße - Bernhard
      Hallo zusammen,

      ich komme gerade von einer dreiwöchigen, etwa 2.000 km langen Fahrt durch Frankreich und will hier auf @BernhardJ "Lobesschrift" auf die französischen Autobahnen und die französischen Straßen im Allgemeinen eingehen.

      Die Straßen in Frankreich wirken irgendwie einfacher gebaut als in Deutschland.
      - auf den Autobahnen sind an vielen Stellen keine Leitplanken am Rand
      - Rast- und Parkplätze liegen weiter von einander entfernt als in Deutschland
      - an Steigungen wird aus dem Standstreifen die Kriechspur für die LKW`s, dort gibt es dann nur Pannenbuchten
      - keine Begrenzungspfähle auf den Landstraßen
      - viele Landstraßen haben keine Fahrbahnmarkierungen am Rand, in der Mitte oder gar keine
      - vor allem im Südwesten lassen sich viele Straßen nur mit den asphaltierten landwirtschaftlichen Wegen in Deutschland vergleichen.

      Wenn man auf Landstraßen unterwegs ist, wird man sehr häufig durch Kreisverkehre vom Tempo gehohlt und in vielen Orten gibt es "Huckel" auf der Fahrbahn, dort gibt es dann 50 Meter lange 30iger Zonen.
      Wir haben z. B. für die etwa 50 km von Fontet an der Garonne bis zur Autobahn fast 2 Stunden gebraucht.

      Auf den Autobahnen habe ich auch viele ausgebesserte Stellen gesehen, außerdem gab es auch kaputte Stellen, ausgefahrene Spuren und viele Baustellen. Die Baustellen waren meistens nur mit Hütchen abgesichert.
      Eine Ausschilderung für die Umleitung um das wegen Bauarbeiten gesperrte Autobahnkreuz bei Lyon war praktisch nicht vorhanden. Man wird von der Autobahn geleitet und ist dann auf die Ausschilderungen an den Kreisverkehren angewiesen. Einen Vorwegweiser wegen der Baustelle gab es nicht.

      Ein Unterschied zu Deutschland ist, in Frankreich werden wohl nicht ständig Waren mit LKW`s von A nach B und zurück gefahren. Der LKW Verkehr ist wesentliche geringer als bei uns, auch außerhalb der Autobahnen.
      Es gibt noch einen gravierenden Unterschied zu den deutschen Autobahnen. Zusätzlich zu den normalen Kosten haben wir für die Strecke von der belgischen Grenze über Paris bis etwa Bordeaux und zurück über Lyon an die deutsche Grenze etwa 250 € Maut bezahlen müssen. Geld das man eigentlich besser ausgeben könnte, z. B. für gutes Essen in guten Lokalen.


      Gruß
      row-dy
      "Aufrichtigkeit ist die edelste Form der Dummheit."
      Karl Liebknecht
    • row-dy schrieb:

      Auf den Autobahnen habe ich auch viele ausgebesserte Stellen gesehen, außerdem gab es auch kaputte Stellen, ausgefahrene Spuren und viele Baustellen.
      Interessant. Das war auf den mautpflichtigen Abschnitten?
      Es gibt nämlich auch eine Reihe von öffentlichen staatlichen Autobahnen, welche naturgemäß nicht so gut in Form sind. Die Bahnen um Lion gehören dazu. Da braucht man aber gewiss nicht zu meckern, wenn dort ähnliche Zustände wie in Deutschland normal und überall herrschen.

      Die Beschilderung (u.a. Entfernungsangaben) betreffend der nächsten Rastplätze und Tankstellen auf den Maut-Autobahnen sind vorbildlich. Auch wenn die Rastplätze nicht so oft gesät sind wie in Deutschland, sind sie qualitativ besser.

      Wer in Frankreich die Maut-Autobahnen nutzt, der sollte mit rund 10 Euro pro 100 km an Maut-Kosten rechnen. Wer nicht bereit ist es auszugeben, kann auch über Land tingeln oder einfach im wunderschönen, billigen Deutschland mit seinen kostenlosen hervorragenden (aber eher durch Baustellen und Löcher) Autobahnen bleiben.

      Grüße - Bernhard
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    • @BernhardJ

      Ja auch auf den mautpflichtigen Autobahnabschnitten gab es schlechtere Abschnitte.
      Und warum sind nicht mautpflichtige Abschnitte "natürgemäß" nicht so gut in Ordnung?
      Die Kraftstsoffpreise liegen etwas höher als bei uns, d. h. die Steuerbelastung darauf entspricht etwa der bei uns. Die Maut macht das Reisen also nur unnötig teurer.
      Warum Dein Loblied auf die Maut?

      Gruß
      row-dy
      "Aufrichtigkeit ist die edelste Form der Dummheit."
      Karl Liebknecht
    • row-dy schrieb:

      Die Straßen in Frankreich wirken irgendwie einfacher gebaut als in Deutschland.
      Das ist auch mein Empfinden, obwohl ich jetzt längere Zeit nicht mehr in Frankreich war. Das dürfte aber für fast alle EU-Länder gelten. Der Autobahnbau erfolgt in Deutschland aufwendiger als in den meisten anderen EU-Staaten. Auch ist die Spurbreite bei uns größer als bei unseren Nachbarn, was dazu führt, dass in Baustellen in D meist die vorhandene Anzahl von Spuren erhalten bleibt, während in anderen Ländern oft eine Spur wegfällt. Ich kann auch die Aussage von BernhardJ nicht bestätigen, dass der Fahrbahnzustand in Deutschland schlecht sei. Die meisten Autobahnen sind in einen sehr guten Zustand. Natürlich gibt es auch schlechte Streckenabschnitte, aber die gibt es in anderen Ländern auch.

      BernhardJ schrieb:

      Wer in Frankreich die Maut-Autobahnen nutzt, der sollte mit rund 10 Euro pro 100 km an Maut-Kosten rechnen. Wer nicht bereit ist es auszugeben, kann auch über Land tingeln
      Die Autobahngebühren sind in Frankreich besonders hoch und liegen dort je nach Autobahn zwischen 6 Euro/100 Km und 20 Euro/100 Km. Mit durchschnittlich 10 Euro/100 Km wird man in Frankreich kaum hinkommen.

      In Italien sind sie mit durchschnittlich 7 Euro/100 km deutlich günstiger. Bei der von mir schon häufig gefahrenen Strecke Chiasso - Salerno kommen Hin und Zurück so aber auch fast 130 Euro zusammen. Ich kann zwar verstehen, dass du grundsätzlich gegen die Maut bist, ich kann jedoch deine Einwände zur Höhe nicht nachvollziehen. Da wird man in anderen Ländern viel mehr Geld los.

      BernhardJ schrieb:

      Auch wenn die Rastplätze nicht so oft gesät sind wie in Deutschland, sind sie qualitativ besser.
      Es gibt auch in Deutschland sehr gute Raststätten, zugegeben aber auch schlechte. Das gilt für andere Länder aber genauso. Lt. ADAC-Raststättentest gehört Deutschland zu den Ländern mit einem besonders guten Raststättenniveau, wobei das früher allerdings einmal anders war.

      Andreas
    • floflo schrieb:

      Die meisten Autobahnen <in Deutschland> sind in einen sehr guten Zustand.
      Der war gut! :rolf:

      Die Qualität der vor allem rechten Fahrbahn ist auf den meisten Strecken unterirdisch - und genau da bin ich meistens mit dem Gespann unterwegs. Spurrinnen, Waschbrett, Querrinnen, Plattenrillen, kurze Fleckenbschnitte wechselnder Qualität, lieblos geflickte Löcher... da polterts es nur noch.
      Bevor man Lobenshymnen über die deutschen Autobahnen anstimmt, sollte man wirklich bewusst mal nach Touren im Ausland (vor allem Benelux, Skandinavien, aber auch Frankreich, Portugal) beobachten, was sich da unter den Rädern abspielt, wenn man wieder nach D zurück hinein kommt.
      Die Qualität der neu gebauten oder reparierten Strecken hält in Deutschland nicht lange - daher kann ich die Begeisterung darüber nicht teilen, denn was ist denn da wirklich aufwendiger, wenn wieder so schnell kaputt? Ich bin viel auf der A1, A7, A8, A61 unterwegs, da kann man es prima über die Jahre beobachten - ewige Wanderbaustellen lassen grüßen - da wo es vor 5 Jahren fertig wurde, muss man wieder ran.
      Zudem dauern die überdurchschnittlich vielen Baustellen alle eine Ewigkeit. Da wo man im Ausland einen Haufen an Baufahrzeugen und hunderte Bauarbeiter sieht (auch nachts oder an WE) glänzt Deutschland durch gerade eine Hand voll Arbeiter oder sogar gähnende Leere.

      10 Euro pro 100 km reichen in Frankreich nicht aus? Auf meinen Lieblingsstrecken schon. Und wenn nicht, dann sind es halt im Schnitt 13 Euro, na und? Dafür bekommt man qualitativ hervorragende Fahrbahnen, kaum Baustellen, wenig LKW, überhaupt wenig Verkehr, gute Beschilderung, spitzenmäßige Raststätten. Für Leistung zahle ich gerne - auch etwas mehr.
      In Deutschland sehe ich dagegen schon lange keine adäquate Leistung und keine Qualität die das rechtfertigen könnte.

      Grüße - Bernhard
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      Yeti Ambition CFJA gebaut am 01.10.2010 / z.Zt. ca. 114.000 km / gerührt, nicht geschüttelt

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von BernhardJ ()

    • BernhardJ schrieb:

      Die Qualität der vor allem rechten Fahrbahn ist auf den meisten Strecken unterirdisch
      Spurrillen sind in der Tat ein Problem. Ansonsten scheinen wir beide an den Zustand von Autobahnen unterschiedliche Ansprüche zu haben. Ich will nicht behaupten, dass der Zustand deutscher Autobahnen optimal ist, so schlecht, wie du ihn redest, ist er aber nicht. Die ehemaligen DDR-Bürger unter uns werden da sicherlich ein Lied von singen können, was ein "unterirdischer" Straßenzustand bedeutet. Und wenn du Vergleiche zu anderen Ländern anstellst und dabei z.B. auch die Benelux-Staaten aufführst, so sollte man dann wenigstens Belgien ausnehmen, denn deren Straßenzustand ist an vielen Stellen so, dass er die Lebensdauer der Fahrwerke verkürzt. Das macht auch die dort durchgängig vorhandene Beleuchtung nicht wett, die übrigens auch immer mehr verkommt und teilweise schon gar nicht mehr eingeschaltet wird. Da bin ich immer wieder froh, wenn ich über die Grenze fahre und vergleichsweise gut ausgebaute Fahrbahnen unter den Rädern habe.

      BernhardJ schrieb:

      Die Qualität der neu gebauten oder reparierten Strecken hält in Deutschland nicht lange
      Das hat nicht mit der Qualität zu tun sondern mit der starken Belastung, vor allem durch LKW. Wären die von dir als so angenehm leer beschriebenen französischen Autobahnen so stark frequentiert wie bei uns, wären dort die Fahrbahnen noch viel schneller hinüber.

      BernhardJ schrieb:

      Zudem dauern die überdurchschnittlich vielen Baustellen alle eine Ewigkeit.
      In diesem Punkt stimme ich dir uneingeschränkt zu, wobei der Autobahnbau noch vergleichsweise zügig im Vergleich zu kommunalen Straßenbaumaßnahmen erfolgt. Die längeren Bauzeiten liegen z.T. an der aufwendigeren Bauweise, im wesentlichen aber an unnötig langen Zeitvorgaben in der Ausschreibung und auch daran, dass durch die Ausschreibungspflicht nicht immer die besten Firmen den Zuschlag erhalten.

      BernhardJ schrieb:

      Für Leistung zahle ich gerne - auch etwas mehr.
      In Deutschland sehe ich dagegen schon lange keine adäquate Leistung und keine Qualität die das rechtfertigen könnte.
      Bisher zahlst du für die Nutzung der Bundesfernstraßen außer Steuern, die grundsätzlich losgelöst von einer Gegenleistung erhoben werden, ja auch gar nichts, so dass du dich auch nicht über das Fehlen einer adäquaten Leistung beklagen kannst. Ein Nutzungsentgelt ist in Deutschland auch nicht vorgesehen. Und erzähl mir jetzt bitte nicht, dass die knapp 36 Cent (= ein Brötchen), die du in Zukunft im Höchstfall für die Vorhaltung der Bundesfernstraßen am Tag zahlen musst (bei Benzinern wird es deutlich billiger), unangemessen hoch sind, im gleichen Zug die 13 Euro (oder auch nur 10 Euro), die du durchschnittlich je 100 Km auf Frankreichs Autobahnen zahlen musst, als angemessen empfindest. Da fehlt doch jegliche Verhältnismäßigkeit.

      Andreas
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