Messstationen in München sind falsch platziert

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  • Messstationen in München sind falsch platziert

    Werden Schadstoffwerte „hochgetrickst“? Messstationen in München sind falsch platziert
    Martin PremvonMartin Prem


    Deutschland hat die geltenden EU-Regeln eigenmächtig verschärft. Auch weil Abstands-Vorschriften nicht eingehalten werden, messen deutsche Behörden Schadstoffwerte, die höher sind als im Rest Europas.


    München
    – Sonnenstraße, Ecke Schwanthalerstraße: Vier Fahrspuren von Süd nach
    Nord, fünf von Nord nach Süd. Zwei von Ost nach West, drei von West nach
    Ost. Mehr Kreuzung als hier am Münchner Stachus ist kaum möglich. Und
    doch steht dort etwas, was nicht hingehört: ein Messhäuschen des
    Bayerischen Landesamts für Umwelt. Es ist nur durch einen Gehsteig vom
    Kreuzungsrand getrennt. Hier werden Schadstoffe gemessen: Stickoxide,
    Feinstaubpartikel und andere. Dabei schreiben sämtliche Vorschriften zu
    den Messsungen in seltener Klarheit vor: Mindestens 25 Meter Abstand zum
    Fahrbahnrand verkehrsreicher Kreuzungen.
    Zu wenig Abstand bei den Messungen in München?


    „Als
    verkehrsreiche Kreuzung gilt eine Kreuzung, die den Verkehrsstrom
    unterbricht und gegenüber den restlichen Straßenabschnitten
    Emissionsschwankungen (durch Stop-and-go-Verkehr) verursacht“, steht in
    der „Neununddreißigsten Verordnung zur Durchführung des
    Bundes-Immissionsschutzgesetzes“. Staus – besonders das ständige
    Anhalten und wieder Anfahren – verursachen besonders hohe Emissionen.
    Deshalb sollen Messstationen Abstand halten. In München aber nicht.


    Noch
    zwei weitere Messstellen sind an berüchtigten Münchner
    Dauer-Staustellen untergebracht. Eine an der Landshuter Allee – nur
    durch einen Bordstein von der an dieser Stelle achtspurigen Fahrbahn
    getrennt. Auch hier bestimmt der Dauerstau das Emissionsgeschehen. Oder
    in der Lothstraße, gleich ums Eck entlang der Nymphenburger Straße –
    auch sie ein werktäglicher Münchner Stau-Schwerpunkt. Immerhin ist in
    beiden Fällen der Mindestabstand von den Kreuzungen gewahrt.
    Messstationen am Straßenrand


    In
    allen Fällen steht die Messstation – allenfalls hinter Parkstreifen und
    Gehweg – unmittelbar am Straßenrand. Von der Möglichkeit, zehn Meter
    Abstand zum Fahrbahnrand einzuhalten (wenn es sich nicht um Kreuzungen
    handelt) – was zu günstigeren Messwerten führen würde und wie es in
    anderen europäischen Ländern üblich ist – wurde an keinem einzigen
    innerstädtischen Münchner Messstandort Gebrauch gemacht. Lediglich in
    Allach und Johanneskirchen – den beiden weiteren Münchner Messstellen in
    vergleichsweise ruhigen Lagen – stehen die Messhäuschen zurückgesetzt
    in Grünflächen. Hier werden auch am seltensten Überschreitungen
    gemessen.



    Doch damit nicht genug: Wer sich mit den
    Messbedingungen beschäftigt, stößt auf eine weitere deutsche
    Besonderheit. Ursprünglich war die entsprechende Verordnung
    inhaltsgleich mit der „Richtlinie 2008/50/EG über Luftqualität und
    saubere Luft für Europa“. Inzwischen wurde die Regelung, die eigentlich
    für europaweit vergleichbare Messwerte sorgen sollte, von Deutschland
    einseitig verschärft. Nun gibt es drei entscheidende Abweichungen.


    So
    heißt es in der europäischen Verordnung: „Der Luftstrom um den
    Messeinlass darf in einem Umkreis von mindestens 270 Grad nicht
    beeinträchtigt werden.“ So soll verhindert werden, dass extreme
    Häuserschluchten die Verteilung der Schadstoffe behindern. In der
    deutschen Verordnung wird diese Beschränkung ausgehebelt: „Bei
    Probenahmestellen an der Baufluchtlinie soll die Luft in einem Bogen von
    mindestens 270 Grad oder 180 Grad frei strömen.“ So steht die
    Messstelle Landshuter Allee an einer durchgehenden 140 Meter breiten
    Gebäudefront, an der sich die Schadstoffe fangen. Mit den europäischen
    270 Grad ist das nicht vereinbar, mit den deutschen 180 Grad aber schon.
    Eine Folge sind höhere Messwerte.


    Auch bei die Mindestentfernung
    von Hindernissen – also Gebäuden, Bäumen und Balkonen – von einigen
    Metern wird aus der europäischen Mussvorschrift eine deutsche
    Sollvorschrift.


    Darüber hinaus lässt die deutsche Verordnung,
    anders als die europäische, Abweichungen zu. Diese müssen nur
    dokumentiert sein. Das heißt: Weitere Eigenbrödeleien örtlicher Behörden
    sind erlaubt.


    Interessant ist: Die Messstellen Landshuter Allee
    und Stachus liefern regelmäßig die Werte, die in München zu Fahrverboten
    führen könnten – und dazu, dass die EU-Kommission Deutschland wegen
    Schadstoffüberschreitungen vor dem Europäischen Gerichtshof verklagen
    will.
    So wird in anderen Ländern gemessen


    Interessant ist auch
    der Vergleich mit anderen Ländern. In Österreich zum Beispiel, das in
    Umweltfragen auch nicht gerade als lax gilt, findet man keine
    Messstellen unmittelbar an vielbefahrenen städtischen Straßen. Selbst
    wenn es am jeweiligen Standort darum geht, die Emissionen durch
    Stadtautobahnen zu erfassen, werden in Wien über 100 Meter Abstand zu
    den wirklich hochbelasteten Stellen eingehalten. In ganz Wien findet man
    keine Messstelle unmittelbar am Rand einer mehr als zweispurigen
    Straße. Nur außerorts auf Transitstrecken gibt es Messeinrichtungen
    direkt an Autobahnen.

    merkur.de/wirtschaft/schadstof…ch-platziert-9671855.html
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  • Bald wird der Spuk eine Ende haben

    Staatliche Manipulation? – oder – Wie inszeniert man einen Skandal!

    Wir Bauern haben das mit den Messungen der Nitratwerte erlebt und haben damit die Strengsten Vorschriften in Europa

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    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von old man ()

  • Ich habe mir grad mal Bilder vom Neckartor in Stuttgard angesehen. Die Station steht hier in einer Nische, an zwei Seiten ein Gebäude, die dritte direkt an der Straße 6-Spurig. Gegenüber wäre eine Grünfläche gewesen. Ein Schelm wer böses dabei denkt.
  • Alle Gebäude an den Messstationen abreißen für gute Belüftung :rolf:
    neu: Steuerkette von 2010, 2012, 2014, 3. Kupplung, 3. Ölabsch., 2. WaPu, 3. Ölwannend., Logos v. 2. u. h. 3., 2. Druckschalter, 2. Klimakondensator, 2. Außenspiegelmech., 2. Koppelst., 4. Zündsp. mit Kabeln, 2. Türkabelbaum
  • Die Meßstelle auf die andere Straßenseite und gut is..und nicht in einer Nische ohne Luftzirkulation im Staubereich vor einer Kreuzung. Wenn da ein LKW oder Bus mal seinen Dreck rausbläst bekommt man sehr gute Werte.
    Otto
  • Muss das denn so laut sein... ;-)

    Mal eine Anmerkung zum Copy and Paste von irgendwelchen Überschriften.

    Einfach die Schriftgrösse korrigieren, dann wird im Forum auch nicht unbeabsichtigt geschrien.

    Danke!
    ;)
    ________________________________________
    "Wat dem een sin Uhl, is dem annern sin Nachtigall."
  • Paule 011 schrieb: Dabei schreiben sämtliche Vorschriften zu
    den Messsungen in seltener Klarheit vor: Mindestens 25 Meter Abstand zum
    Fahrbahnrand verkehrsreicher Kreuzungen.

    -----------------------------------------------------------------

    In Berlins "dreckigster" Straße setzt man noch einen drauf , wie auf dem Bild im Link zu erkennen steht die Messstation direkt am Straßenrand.
    deutschlandfunkkultur.de/silbe…ml?dram:article_id=345143

    und:
    " bei Wetterlagen mit Ostwind wird Staub aus Polnischen Kraftwerken über die Grenzen geweht. Weil die Silbersteinstraße leicht abschüssig ist, sammelt sich dann an ihrer niedrigsten Stelle der Feinstaub - und macht die Silbersteinstraße zur dreckigsten des Landes."

    Schuld sind natürlich die deutschen Autofahrer.
    go ahead Make My Day
  • Paule011 schrieb:

    Deutschland hat die geltenden EU-Regeln eigenmächtig verschärft. Auch weil Abstands-Vorschriften nicht eingehalten werden, messen deutsche Behörden Schadstoffwerte, die höher sind als im Rest Europas.
    Das war meine heimliche Vermutung....Hilfe!
    Was für ein seltsames Land. Die anderen Länder in Europa lachen uns aus.
  • Jana84 schrieb:

    Das war meine heimliche Vermutung....Hilfe!
    Was für ein seltsames Land. Die anderen Länder in Europa lachen uns aus.
    Kein seltsames ein krankes Land.
    Jeder bekommt da was er verdient!
    Nur wir in Sachsen haben uns wirklich gewehrt.
    Danke, Paule011 .
    Wenn die Diesel verschwunden sind können die Messstationen ja umgesetzt werden um den Nutzen nachzuweisen.
    F.U.
  • berme schrieb:

    Paule 011 schrieb: Dabei schreiben sämtliche Vorschriften zu
    den Messsungen in seltener Klarheit vor: Mindestens 25 Meter Abstand zum
    Fahrbahnrand verkehrsreicher Kreuzungen.

    -----------------------------------------------------------------

    In Berlins "dreckigster" Straße setzt man noch einen drauf , wie auf dem Bild im Link zu erkennen steht die Messstation direkt am Straßenrand.
    Hallöchen berme,
    min. 25 Meter Abstand bis zur nächsten verkehrsreichen Kreuzung und nicht zum Straßennrand :thumbup: .
    Eine freie Fäche im 270 Grad Winkel ist in der Stadt nicht möglich oder die müßten die ganze Häuser abreißen ;( .
    MfG
    old man
    Nichts ist so beständig wie der Wandel :thumbup:
    Heraklit von Ephesos
  • Weiß jemand genau und nachweisbar, welche Vorschriften für solche "Messstationen" in Berlin gelten ?
    Die, in der Frankfurter Allee in östlicher Richtung (stadtauswärts) steht eine an der Ecke Finowstrasse -
    natürlich direkt am Bordstein an der dreispurigen Fahrbahn ...
    Dateien
  • In Frankfurt(Oder) steht die Messstation auch direkt auf dem Bürgersteig. ;(
    Eine größere Entfernung zur Straße ist aber auch nicht möglich, da hier eine "Häuserschlucht" steht! Die Fenster würde ich in diesen Wohnungen aber auch nicht öffnen! :huh:


    Grüße
    Bernd
    ........


    "Das Auto ist erfunden worden, um den Freiheitsspielraum des Menschen zu vergrößern, aber nicht, um den Menschen in den Wahnsinn zu treiben"

    Enzo Ferrari
  • Zitat:
    "Bei allen Schadstoffen müssen die Probenahmestellen in verkehrsnahen Zonen mindestens 25 m vom Rand verkehrsreicher Kreuzungen und höchstens 10 m vom Fahrbahnrand entfernt sein."

    eur-lex.europa.eu/LexUriServ/L…2008:152:0001:0044:de:PDF

    Grüße - Bernhard
    ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
    Yeti Ambition CFJA gebaut am 01.10.2010 / z.Zt. ca. 113.000 km / gerührt, nicht geschüttelt
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