Medien, Meinungen, was wird tatsächlich gelesen?

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  • Medien, Meinungen, was wird tatsächlich gelesen?

    Hallo Forumsfreunde!
    Nur so zur Info, ohne jegliche Kritik an alle in den im Thread geposten Kommentare und Foristen.
    Ich selbst arbeite, wir Ihr ja bestimmt wisst, als Journalist.
    Wenn Politiker oder sonstige Leute ihr Bestes geben zum Thema Fahrverbote oder der Dieselthematik allgemein, und auch aller anderen Themen, besteht für die Journalisten eine Informationspflicht. Hier geht es nicht darum, beim Leser Angst zu erzeugen. Seriöse Journalisten und Zeitungen schreiben keine Märchen. Es werden Zitate und das gesprochene Wort eins zu eins wiedergegeben. Auch Interviews, die per Kamera mit Bild und Ton aufgezeichnet wurden, werden eins zu eins im TV wiedergegeben. Hier werden keine Schauspieler mit erfundenen Szenarien ausgestrahlt. Bei zweideutigen Aussagen werden Spezialisten befragt, was da auf die Menschheit zukommen könnte. Seriöse Berichterstatter wären beim Verbreiten von Unwahrheiten oder Halbwahrheiten schnell weg vom Markt. Das kann sich heute niemand mehr leisten. Und der Informationspflicht muss nachgekommen werden. Hier geht es keinesfalls um Panikmache. Allenfalls was als Kommentar zu einem Bericht der erscheint geschrieben wurde, ist die persönliche Meinung des Berichterstatters.
    Weiteres Thema: Die Rechtschtzversicherung schreibt in der Regel in ihren Bedingungen, dass sie die Kosten für Rechtsstreitigkeiten nur bei Aussicht auf Erfolg übernimmt. Weiterhin ist oft nur die erste Rechtsberatung kostenlos. Die Bedingungen sind dringend bei der Versicherung zu erfragen.
    Weiteres Thema: Ein Rechtsstreit ist keinesfalls als Spaziergang zu bewerten.
    Es werden Gerichtstermine anberaumt, bei denen man Urlaub nehmen muss. Wenn vorher ein Verfahren verhandelt wird, muss gewartet werden, bis dieses abgeschlossen ist. Wenn es hierbei um sehr heikle Verfahren geht, kann es sein, dass man Stundenlang warten muss. Oder weil es zu lange dauert, das eigene Verfahren auf einen anderen Termin vertagt wird. Da muss erneut Urlab geopfert werden. Und der Anwalt, der dabei war, muss zudem bezahlt werden. Er war ja da und hat auch seine Zeit eingesetzt. Für manche Verfahren muss weit anreisen und lange Reiesezeiten hinnehmen. Und bei Gericht herrscht ein rauher Ton. Die Gegenseite hat oft mehrere gute Anwälte dabei. Und die sind nicht zimperlich. Wehe es wurde vom Klagenden aus Unwissenheit etwas vergessen oder falsch angegeben. Daraus wird schnell von der Gegenseite ein Betrungsszenario gestrickt. Und Richter haben viel zu tun und möchten jeden Fall so schnell wie möglich vom Tisch haben. Hier gibt es sehr schnell Enttäuschungen.
    Ich selbst habe es immer wieder bei Gericht selbst miterlebt. Bei Fällen, die beruflich erfasst wurden, wie bei mir persönlich. Und aus dem Nähkästchen unter Freunden geplaudert, war ich wegen solcher Dinge schon in therapeutischer Behandlung. Ungerechtigkeit gibt es nur zu oft bei Gericht. Man muss dies erst einmal problemlos verdauen können.
    Ich könnte ganze Bücher darüber schreiben.
    Bitte nur als Tipp werten. Wegen ein paar wenigen Euro, die vielleicht heraussspringen oder vielleicht auch nicht, sollte sich jeder genau überlegen, ob es all das Wert ist.
    Jeder kann tun und lassen, was er für richtig hält. Ich wollte dem Forum nur gerne meine Erfahrung mitteilen.
    Viel Glüch Euch allen.
    Ich verbleibe mit besten freundlichen Grüßen aus Öpfingen von Nate.
  • nate-nate schrieb:

    Ich selbst arbeite, wir Ihr ja bestimmt wisst, als Journalist.
    Was du in deinem Beitrag beschreibst ist ja sehr schön. So sollte es sein.
    Ja, die Fernsehinterviews wurden so gegeben, werden aber durch die Regie geschnitten und so zum Teil in der Aussage verdreht.
    Das geschriebene Wort wurde evtl. auch so gesagt oder zumindest so vom Jounalisten verstanden. Doch sollter der Jounalist auch sich selbst mit der Materie auseinander setzen. Bei den Berichten zur Dieselthematik werden leider sehr häufig Zusammenhänge vereinfacht und zum Teil falsch dargestellt.
    Was den seriösen Journalismus betrifft so dürfte es nach deiner Aussage Printmedien wie die Blödzeitung schon seit Jahrzehnten nicht mehr geben. Stattdessen werden diese Formate immer mehr. Rein informativer Jounalismus, bei dem man sich noch selbst eine Meinung bilden kann, gibt es kaum noch.
    Das soll jetzt keine persönlichen Angriff auf deine Person darstellen da ich deine Arbeit nicht kenne und daher nicht beurteilen kann. Allerdings ist der Journalismus wie du ihn beschreibst eine gute Idee die aber nur noch von sehr wenigen Medien gehalten wird.

    nate-nate schrieb:

    Und der Informationspflicht muss nachgekommen werden. Hier geht es keinesfalls um Panikmache.
    Aber der Artikel oder der Beitrag im Fernsehen muß verkauft werden. Daher werden sie sehr gern ein wenig "dramatischer" dargestellt.

    Kennst du das Video vom Wettermann in den USA? Er konnte sich aufgrund des starken Sturms kaum auf den Beinen halten. Dumm nur das im Hintergrund Passanten entspannt flanierten..

    In meinen Augen kommt der Journalismus seiner Aufgabe als Kontroll und Informationsmedium oft nicht mehr nach. Schön wäre es wenn seriöse Journalisten sich von den schwarzen Schafen distanzieren würden.

    Otto
    Karl Valentin: Früher war alles besser, sogar die Zukunft.
  • Antwort für minoschdog!

    Freundliches hallo an minoschdog!
    Es gibt viele Zeitungen, ebenso viele Fernseh- und Radiosender.
    Da gibt es auch seriöse und weniger seriöse.
    Debatten im TV können nicht geschnitten werden, da sie ja live gesendet werden. Da geht keine Beeinflussung durch Redakteure.
    In Nachrichten, in denen binnen 15 Min. über das Weltgeschehen berichtet wird, kann logischerweise nur das Wichtigste berichtet werden. Da muss auch geschnitten werden. Wenn da die Unwahrheit oder ein aus dem Zusammenhang gerissenes falsches Bild beim Zuseher suggeriert wird, wehren sich diejenigen, die sich falsch interpretiert fühlen, ganz schnell. Die schauen am meisten Nachrichten. Und dann fordern die zu Recht eine Richtigstellung, die dann gesendet werden muss. Manches Mal per Gerichtsbeschluss.
    Schwarze Schafe gibt es überall. Redakteure, die sich nicht an den Pressekodex hatten, werden bei seriösen Sendern und Zeitungen schnellstens geschasst.
    Wenn in der Öffentlichkeit oder in großen Sälen vor einem großen Publikum debattiert oder gesprochen wird, hören und sehen viele Menschen genau zu. Wenn dann in der Zeitung oder im Fernsehen/Radio nur einzelne Passagen wiedergegeben werden, und ein falsches Bild zur Meinungsbeeinflussung und Stimmungsmache kolportiert wird, gibt es schnell Leserbriefe und Gegendarstellungen, die auch wiederum veröffentlicht werden müssen.
    Ganz so einfach ist es nicht. Da gibt es schnell Beschwerden bishin zu Abbestellungen der Tageszeitung.
    Einen guten Ruf erarbeitet man sich nicht als unseriöser Journalist.
    Auch Personen des öffentlichen Interresses sind vorsichtig gegenüber denen, die ein lnterview mit ihnen führen wollen. Die prüfen zuerst, von wem die Fragen kommen (Sender oder Zeitng), wenn sie den Interviewpartner nicht persönlich kennen.
    Ich selbst arbeite für eine lokale Tageszeitung. Im Umkreis/ Radius von etwa 30 Kilometer kennt mich jeder. Ich nehme meine Arbeit sehr ernst und möchte meinen guten Ruf nicht auf Spiel setzen.
    Meine Gattin und ich fotografieren und berichten zu unserer Arbeit bei der Tageszeitung für den Alb-Donau Kreis, für die Stadt Ehingen und das Ehinger Kulturamt. Glaubst Du, da könnten wir unseriös auftreten?
    Presseartikel und Bilder auf Wunsch gerne über PN.
    Ich verbleibe mit besten Grüßen aus Öpfingen von Nate.
  • Antwort für otto 36!

    Hallöchen!
    Berichte oder Nachrichten, bei denen es um wichtiges geht, sollen beim Leser, Hörer und Zuschauer ankommen.
    Durch ein gutes Bild und eine gute Überschrift sowie einen fesselnden Vorspann versucht jeder Journalist, dass die Information, die er denen, die informiert werden möchten, mit seinem Anriss übermitteln will, auch an den Text zu fesseln.
    Jeder kann bei sich selbst feststellen, wenn er zB. eine Zeitung durchblättert, wo er hängen bleibt.
    Bestimmt nicht an nichtssagenden Bildern oder Überschriften oder Textanrissen.
    Weiter möchte ich hier nicht ausholen. Obwohl es viel zu sagen gäbe.
    Ich verbleibe mit besten Grüßen aus Öpfingen von Nate.
  • nate-nate schrieb:

    Debatten im TV können nicht geschnitten werden, da sie ja live gesendet werden. Da geht keine Beeinflussung durch Redakteure.
    Da irrst Du aber gewaltig!

    Der Redakteur beeinflusst die Teilnehmer sowie das Publikum! Und das reicht schon aus um eine Debatte in die Richtung geht in der sie der mediale Verbreitungsbetrieb sie haben möchte!

    Es gibt keinen objektiven und ehrlichen Journalismus mehr! Es gibt nur noch Storys die sich am besten verkaufen lassen! Egal welcher coleur!
  • nate-nate schrieb:

    Durch ein gutes Bild und eine gute Überschrift sowie einen fesselnden Vorspann versucht jeder Journalist, dass die Information, die er denen, die informiert werden möchten, mit seinem Anriss übermitteln will, auch an den Text zu fesseln.
    Und da bekannt ist das 80% der Leser nur die Überschrift lesen ( Bei der Bild vermutlich mehr ) wird dann schon ein falsches Bild erzeugt.

    Ich erlebe es leider nur zu oft das ich von einer Überschrift angesprochen werden und dann im Artikel eine ganz andere Sachlage lesen darf.

    Otto
    Karl Valentin: Früher war alles besser, sogar die Zukunft.
  • SQ5 schrieb:

    Es gibt keinen objektiven und ehrlichen Journalismus mehr! Es gibt nur noch Storys die sich am besten verkaufen lassen! Egal welcher coleur!
    Ganz so weit würde ich nicht gehen aber den Eindruck gewinnt man schon.
    Karl Valentin: Früher war alles besser, sogar die Zukunft.
  • SQ5 schrieb:

    Es gibt keinen objektiven und ehrlichen Journalismus mehr! Es gibt nur noch Storys die sich am besten verkaufen lassen! Egal welcher coleur!
    Es gibt hier offensichtlich Verschwörungstheoretiker. :D
    Aber mal im Ernst, auf dieser Basis ist doch überhaupt keine Diskussion möglich.
    “Gib mir die Kontrolle über das Geld einer Nation und es interessiert mich nicht, wer dessen Gesetze macht.”
    Mayer Amschel Rothschild (1744-1812)
  • wo es keine Pressefreiheit gibt

    kann es auch keinen "objektiven Journalismus" geben. Die Print-Medien in Deutschland gehören heute vielleicht insgesamt 30 Familien. Dort werden die Ziele der Medien bestimmt. Angestellte bezahlte Journalisten haben das abzuarbeiten. Dabei steht Steuerung und Einflussnahme bei der Meinungsbildung mehr im Mittelpunkt als die eigentliche Information. Und die "öffentlich.rechtlichen"? gehören der Politik.......auch dort wird auftragsgemäß "gesungen". Ein Unterschied besteht aber, die Bildzeitung muss ich weder lesen noch kaufen. Die "öffentlich-rechtlichen" muss ich weder hören noch sehen. Aber kaufen muss ich sie schon auch wenn es ein Zwangskauf ist. Insofern haben viele Menschen da nicht viel zu erwarten. Eine Tageszeitung habe ich trotzdem. Letztlich wird ja als Beigabe auch immer ein wenig Dorftratsch geliefert zum Beispiel ob der Kindergarten eine neue Haustür bekommen hat oder des Bürgermeisters Frau betrunken fährt.

    Isenhagen
  • Medien, Meinungen, Was wird tatsächlich gelesen?

    Vielleicht ja doch weitaus interessanter als der Mensch denkt.

    Welche Medien konsumiert ihr? Warum hält der Konsument das für Empfehlenswert?

    Ein Admin könnte die Threads hier ja mal hin verschieben.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von minoschdog () aus folgendem Grund: Titel korrigiert

  • nate-nate schrieb:

    Meine Gattin und ich fotografieren und berichten zu unserer Arbeit bei der Tageszeitung für den Alb-Donau Kreis, für die Stadt Ehingen und das Ehinger Kulturamt. Glaubst Du, da könnten wir unseriös auftreten?
    Eure Integrität und Seriösität habe ich keineswegs in Frage gestellt....es sieht aber so aus, als ob du meinen Beitrag zum Thema nicht verstanden hättest?

    Dann ein Beispiel: ihr beide werdet mit Kamera und Mikrofon bewaffnet und losgeschickt, in der Fussgängerzone ein paar Stimmen zum derzeit galoppierenden Rinder Diesel- und NOx Wahn einzufangen. Ihr werdet leicht fündig und kehrt mit 8 Clips zurück, 5 Stimmen die sich begeistert über die Massnahmen und Fahrverbote äussern, die das schon lange für überfällig hielten, dass endlich etwas für die Reinhaltung der Atemluft getan wird....und 3 Stimmen, die sich sehr sachlich zum Thema äussern, dass die Luft seit 20 Jahren immer reiner geworden sei, dass an NOx noch kein einziger Mensch gestorben sei, dass auch die Feinstaubbelastung seit 20 Jahren rückläufig sei, dass Fahrverbote sinnlos und sogar oft kontraproduktiv seien usw.

    Ihr schickt die 8 Clips an die Nachrichtenredaktion des Senders und sitzt zur Sendezeit gespannt vor dem TV, aus Zeitgründen (der Werbeblock wartet nicht) werden nur 3 eurer Clips gesendet....aus welcher Gruppe stammen sie wohl? Richtig, ausschliesslich aus der ersten! Und welche Stimmung oder Meinung wird so vermittelt und transportiert?

    Ich bin dem Jounalismus eng verbunden und weiss, wie man Meinung macht, zB. ist Demokratie der Wille des Volkes....und jeden Tag höre ich in Radio und TV oder lese in der Zeitung, was ich gerade wieder will....
    ciao Pit
    extrem pressure creates diamonds
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