Elektroautos, ja oder doch? Gibt es alternativen für die Zukunft?

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    • Elektroautos, ja oder doch? Gibt es alternativen für die Zukunft?

      Gestern auf 3sat um 20:15 ein recht provokanter Bericht um die Elektro-Autos.

      Hier eine kurze Zusammenfassung:

      Die Erdöl-Fördermengen haben ihr Maximum bereits vor Jahren überschritten, es kann nur noch immer weniger Öl aus den Feldern gepumpt werden und der Bedarf steigt ständig. Für nächstes Jahr wird eine nächste gewaltige nicht mehr lineare Preiserhöhung der Erdöl-Produkte erwartet.

      Die Politik hat in den letzten Jahren über 1 Miliarde Euro den deutschen Automobilherstellern, welche im Geld regelrecht schwimmen hinterher geworfen, um Entwicklung der Elektroautos voranzutreiben.

      Leider haben auch damit Daimler, BMW, Audi, VW und Co. bis jetzt nicht geschafft irgendetwas elektrisches auf den Markt zu bringen, sondern verkünsteln sich bei den Verbrennungsmotoren bzw. beim umständlichen Brennstoffzellen-Antrieb (Daimler). Der Ampera wird ja bekanntlich in USA von GM produziert, kommt also auch definitiv nicht aus Deutschland.

      Es gibt etliche kleine Firmen in Deutschland, welche sich auf Umbau von Neuwagen spezielisiert haben. Neue Autos mit verbrennungsmotoren (meistens japanische Fabrikate) werden "entkernt" und auf reinen Elektrobetrieb umgebaut. Sie können gar nicht mehr der Nachfrage nachkommen.

      Die Franzosen bauen schon seit 2005 Elektroautos in Serie, die werden mittlerweile schon sogar auf dem Gebrauchtwagen-Markt angeboten. Die Japaner (Mitsubishi, Nissan, Toyota) haben ausgereifte Serienautos fertig. Die Akkus werden immer besser, die Serienfahrzeuge schaffen mittlererweile bis 200 km mit einer Akkuladung, die Fahrzeuge sind fast wartungsfrei, es kann nicht viel kaputt gehen.

      Energiebilanz: Elektrofahrzeuge verbrauchen etwa nur die Hälfte an Energie im Vergleich zu Verbrennungsmaschinen, welche nur wenig über 50 % Wirkungsgrad haben und den Rest als Wärme verlieren. Wenn auch alle Autos in Deutschland durch Elektrofahrzeuge ersetzt würden, verbräuchen sie insgesamt nur etwa 15 % des Strombedarfs des Landes. Dieser geringe Wert ist überraschend.

      Die entsprechenden Minister und Firmenchefs blabbern ja nur, dass die deutsche Autoindustrie "die beste auf der Welt" ist, und wenn sie mit Elektroautos kommen, dann aber gewaltig... Ich möchte es noch erleben.

      Eins ist aber abzusehen. Ich denke, dass wenn mein Yeti noch 9 Jahre hält, wird mein nächstes Neufahrzeug ein Elektroauto sein.

      Grüße - Bernhard
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      Yeti Ambition CFJA gebaut am 01.10.2010 / z.Zt. ca. 103.000 km / gerührt, nicht geschüttelt

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von BernhardJ ()

    • Ein Elektroauto braucht viele Komponenten ( Auspuff,Kupplung,...) nicht mehr -> Viele Zulieferer wären somit aus dem Rennen
      Ein Elektroauto ist wesentlich verschleißärmer -> Das Geschäft mit den jährlichen Inspektion würde wegfallen.

      Will die Auto und Öl daher ein verschleißarmes Massenprodukt, welches im worst case, mit der eigenen Solargarage betankt werden kann ?
      Das kann kaum im Interesse der Autokonzerne sein. Daher empfinde ich es gerade als Frevel, gerade diese auch noch zu subventionieren.
      mfg. Christian
    • Der Staat selbst würde auf dem Schlauch stehen ohne die ganzen Steuereinnahmen, wenn jeder sein Auto an der eigenen Solargarage volltankt und beim Strommonitor (ala Spritmonitor.de) als Kosten 0€ einträgt, das geht nicht und das will auch niemand :D

      Das einzige was für den Staat bliebe, wäre die lächerliche PKW - Maut und die macht den Braten nicht fett.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von sentinel ()

    • Christian schrieb:

      Daher empfinde ich es gerade als Frevel, gerade diese auch noch zu subventionieren.


      Ja, aber offenbar fällt der Politik auch nichts besseres dazu ein, als der sowieso schon übersatten Industrie unsere Steuergelder hinterher zu schmeißen, um sie mindestens ein bißchen hinter'm Ofen hervorzulocken. Sie denkt immer wieder, dass man nur mit Geld etwas erreichen kann. Mit Verordnungen will sie ja die Mächtigen nicht verärgern, die werden meistens nur für die Kleinen gemacht.

      Auf der anderen Seite kann man ja auch sagen, dass die eine Miliarde an Subventionen nahezu lächerlich erscheint gegenüber fast dem Tausendfachen, nämlich einer Billion Euro Steuergelder, welche den "systemrelevanten" Banken ab 2008 in den Allerwertesten geschoben wurde.

      Klar, würde eine zukünftige Elektoauto-Industrie etliche Zulieferer und Autowerkstätten in arge Bedrängnis führen, nichts bleibt beim Alten, alles muß neu gestaltet werden. Dazu könnten neue Arbeitsplätze beim Akkubau und deren Recycling, der Energieerzeugung, -Speicherung und -Verteilung entstehen, und vielleicht könnte das Wort "Service" bei den Elektrofahrzeugen seiner Bedeutung wieder gerecht werden?

      Die Zukunft bleibt spannend...

      Vielleicht erfindet jemand endlich den Teleportator und die Fahrzeuge werden ganz überflüssig ;~)

      Grüße - Bernhard
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von BernhardJ ()

    • sentinel schrieb:

      Das einzige was für den Staat bliebe, wäre die lächerliche PKW - Maut und die macht den Braten nicht fett.


      Da wird den Volksvertretern neben der Maut und KFZ-Steuer schon etwas neues einfallen, glaub mir. Beispielsweise wird einfach die elektrische Energie viel höher besteuert, so dass sie die Verluste beim Öl und Gas wieder wettmacht. Oder hohe Steuer auf Akkus, Solarzellen, Schuko-Stecker und Kabeltrommeln... :rolf:

      Grüße - Bernhard
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    • n-tv.de/auto/Rekordauto-abgebrannt-article2389536.html

      cleanthinking.de/elektroauto-l…mobil-ist-verbrannt/8377/

      n-tv.de/auto/Super-Akkus-beste…Check-article3002916.html

      Die haben doch nicht wirklich gedacht, dass die Öl-Kaida and friends sich solch eine Entwicklung (jetzt schon) gefallen lassen, sagen einige Verschwörungstheoretiker.
    • "Selbst ein einheitlicher Stecker braucht noch Zeit

      Autokonzerne und Stromversorger haben sich im April 2009 auf einen einheitlichen Stecker zum Betanken der Autos geeinigt. Wie aber Elektro-Tankstellen, Batterie-Typen und Auto-Stromrechnung einmal aussehen sollen, wird noch lebhaft diskutiert. Der offizielle Normierungsprozess dauert Jahre. "Jetzt wissen alle, wie der Stecker bei den anderen aussehen wird", sagt Harald Fletcher, Sprecher des Energiekonzerns RWE. "Sie können ihre Autos so entwickeln, dass alles zusammenpasst." Auch suchen die Konzerne nach Wegen, wie der Versorger dem Fahrer den jeweiligen Preis für das Kilowatt Strom kommunizieren kann. Dafür müssen Schnittstellen zwischen Autos und Versorger entwickelt werden.

      "Der Preis könnte dann in einem Display im Auto oder auf dem Navigationsgerät angezeigt bekommen", sagt Prof. Martin Wietschel vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung. Die Preistafeln der Tankstellen eignen sich dafür kaum, denn ein Tankstellen-Netz wie bei Benzin und Diesel dürfte es für Elektroautos nicht geben. Da Strom prinzipiell überall verfügbar ist, dürften Autofahrer nur noch selten an die Tankstelle fahren. "Die Elektroautos werden wohl überwiegend zu Hause, am Arbeitsplatz oder in Tiefgaragen aufgeladen", so Wietschel.

      Die Plattform Elektromobilität, ein Forum von Regierung, Autoindustrie, Zulieferern, Stromversorgern und Wissenschaftlern, hat sich zum Ziel gesetzt, Deutschland weltweit zum "Leitmarkt für Elektromobilität" :rolf: zu machen. Bis 2020 sollen mindestens eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen fahren."

      Ob die Deutschen sich da wieder nicht zu arg verkünsteln???

      Quelle:

      3sat.de/page/?source=/nano/bstuecke/137683/index.html

      Grüße - Bernhard
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von BernhardJ ()

    • Danke Sentinel! Die Geschichte um den zweifelsohne derzeit leistungsstärksten Kolibri-Akku im Audi ist mir bekannt, ich hab's schon selber irgendwo im Forum hier verlinkt.

      Grüße - Bernhard
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    • BernhardJ schrieb:

      Vielleicht erfindet jemand endlich den Teleportator und die Fahrzeuge werden ganz überflüssig ;~)
      Gibt's den nicht schon?? Hab ich doch mal im TV gesehen: "Scotty, Energie!" :D


      Die Politik wird es in diesem Lande (wie auch in vielen anderen) nicht zulassen, dass die Industrie düpiert wird. Man braucht diese als Steuerzahler und Arbeitgeber. Und wenn dann ein Konzern droht: "Wenn dieses Gesetz kommt, dann verlegen wir unsere Produktion ins Ausland!" - wird ganz schnell der Ars...zusammengekniffen. Sollen sie doch alle produzieren, wo sie wollen...und dann mit Importzöllen belegt werden, dass ihnen die Augen bluten...dann sind sie alle ganz schnell wieder hier...
      Nee, so einfach ist das alles leider nicht. Aber es ist langsam wirklich an der Zeit sich dem Diktat der Wirtschaft zu entziehen!
      Theoretisch existiert die Technik für ein ausgewogenes E-KFZ längst. Natürlich müssten noch Details abgestimmt und Baukapazitäten geschaffen werden. Aber...warum soll jemand eine Technologie auf den Markt bringen, die ihrer Zeit fünf Jahre voraus ist, wenn man mit 'Zwischenversionen' noch fünf Jahre lang Geld verdienen kann? Und was macht man dann in fünf Jahren? Der Innovations- und Erfindergeist in Industrieländern scheitert oft an der Fettleibigkeit der Wirtschaft! Und die handgebundene Politik ünterstützt das!

      M.E. helfen da keine Subventionen sondern nur handfeste Auflagen...nicht für den Verbraucher (siehe E10) sondern für die Produktion. Finanzmittel werden doch willkommenerweise gerne für die Entwicklung des nächsten unsinnigen Superboliden, der dann 'nur noch' 13 Liter verbraucht und in 150er Auflagen produziert wird, eingesetzt. Oder sollte es ein Kontrollgremium geben? :P 8)

      Wer bitteschön braucht 115 cm flache zweisitzige Supersportwagen, in deren Kofferraum noch nicht mal das Skoda-Logo passt? Ich finde diese Autos klasse...optisch...technisch...ABER nicht ökologisch und ökonomisch! :thumbdown:

      So, genug geätzt... ;)

      LG Markus

      P.s.: Ich bin neulich zum ersten Mal auf einem Segway gefahren. Absolut genial! Als Stadt-Beförderungsmittel sehr geeignet! :)
      Alle Verallgemeinerungen sind falsch - einschließlich dieser! (Donald H. Rumsfeld)
    • Also in mehreren Jahrzehnten wird es wohl Fahrzeuge geben, die mit regenerativer Energie angetrieben werden und auch wirklich praktikabel dabei sind. Aber es gibt noch viele Reibungskunkte die momentan dagegen sprechen.
      Momentan scheitert es meiner Meinung einfach an leistungsfähigen Energiespeichern die große Reichweiten ermöglichen und Ladestationen die ein Fahrzeug schnell laden können, da ich nicht immer 8-10h warten kann bis ich weiterfahren kann. Man muss auch beachten, wo die Energie herkommt und ob der produzierte Strom nicht genauso schlechte Emissionswerte hat wie beim Benzin/Diesel.

      Für mich wäre ein eFahrzeug noch undenkbar. Ich fahre viel zu weite Strecken und ich habe keine Lademöglichkeit da wo ich mein Auto parke.
      Stellt euch mal einen Feuerweheinsatz mit eFahrzeug vor. Da müssen diverse Maschinen über Stunden mit dem Fahrzeugmotor angetrieben werden. Auch ein Familienurlaub am besten noch mit Wohnwagen wäre momentan undenkbar.
      the answer is 42
    • Q5-Killer schrieb:



      Wer bitteschön braucht 115 cm flache zweisitzige Supersportwagen, in deren Kofferraum noch nicht mal das Skoda-Logo passt? Ich finde diese Autos klasse...optisch...technisch...ABER nicht ökologisch und ökonomisch! :thumbdown:


      Du hast absolut Recht, so geht es nicht weiter. Ich finde man sollte eine Kommision einrichten ( ähnlich dem obersten Sowjet), die entscheidet, was für ein Auto man kaufen darf. Wenn man keine Kinder hat darf man nur zweisitzige Autos kaufen, die viersitzige sind nur für Familien. Einen SUV oder Geländewagen darf nur derjenige kaufen, der nachweisen kann, dass er ein geländegängiges Fahrzeug braucht. Man muss vorher ohnehin glaubhaft erklären, warum man ein Auto unbedingt braucht, schlussendlich hatte vor 125 Jahren niemand ein Auto und die Menschheit hat trotzdem überlebt. Wohnwagen und Wohnmobile sollten ohnehin verboten werden, sie verpesten die Umwelt. Die Leute sollen Zuhause Urlaub machen, das reicht.
      Viele Grüße
      Jannis
    • poly schrieb:

      Ich finde man sollte eine Kommision einrichten ( ähnlich dem obersten Sowjet), die entscheidet, was für ein Auto man kaufen darf.
      Nö, sollte man nicht! Aber...statt über hohe Spritpreise zu meckern ein wenig Verstand zeigen, DAS sollte man! Und ökologische Verantwortung bei P & W tragen, sollte man auch! Wie gesagt, ich finde sportliche und außergewöhnliche Autos toll! Aber ob man's braucht? ?(

      P.s.: "Oder sollte es ein Kontrollgremium geben?" war eine rhetorische Frage, die darauf abzielte, OB es womöglich so etwas gäbe (Achtung Zynismus!) :D
      Alle Verallgemeinerungen sind falsch - einschließlich dieser! (Donald H. Rumsfeld)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Q5-Killer ()

    • In Ballungsgebieten und Stadtzentren parken die Autos auf der Straße und nicht in der Garage.
      So und nun stellt euch mal den Kabelsalat vor, wenn jeder sein Auto an die Steckdose anschließt.

      Ein reines Elektroauto mag ja techisch machbar sein, die Akku und Ladetechnik wird sich auch verbessern, aber trotzdem bleiben zu viele unlösbare Hürden.
      So ein E-Smart mag für den Stadtyuppie ganz nett sein, ich persönlich bevorzuge aber doch familientaugliche Autos. Die Zukunft kann daher nur die Brennstoffzelle oder ein Hybrid sein, der mit Biokraftstoff befeuert wird. Und speziell beim Biokraftstoff gibt es vielversprechende Ansätze (z.B. Algenkraftstoff).

      Die Autoindustrie wird erst umschwenken Richtung e-mobilität, sobald sich damit Geldverdienen läßt. Oder anders, sobald eine ausreichende Nachfrage seitens der Verbraucher vorhanden ist. Und die Nachfrage wird erst kommen, sobald alltagtaugliche Lösungen vorhanden sind. Daher muss der Staat hier Starthilfe leisten. Aber nicht über Entwicklungssubventionen, sondern über Steuervergünstigungen !

      Aber bis es soweit ist,müssen wir uns vermutlich noch 10-20 Jahren über stetig steigende Spritpreise ärgern.
      mfg. Christian
    • Q5-Killer schrieb:

      Der Innovations- und Erfindergeist in Industrieländern scheitert oft an der Fettleibigkeit der Wirtschaft! Und die handgebundene Politik ünterstützt das!


      Gut formuliert!

      Grüße - Bernhard
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