Allrad sinnvoll oder eigentlich unnötig?

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    • Allrad sinnvoll oder eigentlich unnötig?

      Hallo,

      da wir uns wahrscheinlich einen Yeti kaufen werden (110 Ps Diesel) überlegen wir nun ob der Allradantrieb sinnvoll wäre. Ich fahre mit dem Auto wahrscheinlich nicht in die Berge und habe auch keinen Anhänger zu ziehen. Gelesen habe ich, dass beim Yeti nur beim Durchdrehen der Vorderräder der Allrad zugeschaltet wird und man ansonsten nur mit Frontantrieb unterwegs wäre. Allerdings gibt es bei uns natürlich im Winter auch mal verschneite Straßen (Südhessen), die morgens noch nicht geräumt sind. Letztes Jahr bin ich im Winter bei Schnee nicht aus einer Spurrille herausgekommen (mein T4 Bus hat auf Lenkbewegungen gar nicht reagiert und ist ganz langsam weitergerutscht) und ich bin dann gegen ein parkendes Fahrzeug gefahren (was dummerweise nur ganz kurz genau über diese festgefahrene Spurrille geparkt hatte). Seitdem denke ich schon über ein Allradfahrzeug nach, wobei mein Mann der Meinung ist, dass ein Allradfahrzeug auch nicht aus der Spurrille gekommen wäre (vermutet er). Wie sind denn Eure Erfahrungen mit dem Allradantrieb, hat der sich bei Euch schonmal zugeschaltet oder ist das nur etwas für Offroadfahrten im Gelände?

      Viele Grüße

      Sabine

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Handtuch () aus folgendem Grund: Tags eingefügt

    • Generell ist die Auslegung des Allrads beim Yeti variabel zwischen v/h 90/10 bis 50/50. D.h., den reinen Vorderradantrieb gibt es nicht. Allein dieser Umstand wirkt sich schon fahrstabilisierend aus. Im Winter oder bei feuchten/regnerischen Straßenverhältnis arbeitet der Allrad fast im Verborgenen, so dass der Fahrer hier eigentlich nicht viel von mitbekommt. Erst der Umstieg auf einen Yeti ohne Allradtechnik verdeutlich einem die fehlende angetriebene Hinterachse. Allrad ist ein Sicherheitsdetail.
      Dem gegenüber steht aber ein Mehrgewicht von ca. 100 kg (Mehrverbrauch), ein höherer Wartungsaufwand (Haldexölwechsel alle 60 tkm), weitere Technik, die Schaden nehmen kann und ein höherer Anschaffungspreis.
      Da du aber nach deiner Beschreibung nicht am Anhängerbetrieb interessiert bist, die Berge eher meidest, die Wintereinbrüche mit starken Schneefall auf dem Rückmarsch sind und der Allrad auf winterlichen Staustraßen auch kein Garant für Vorankommen darstellt, kannst du sicherlich auf Allrad verzichten, zumal bei 110 PS ein Durchdrehen der Vorderräder beim Anfahren auf feuchten Straßen auch nicht so häufig auftritt. Viel Spass bei der Entscheidungsfindung.
      Yeti 2.0TDI 4x4 Expirience 103 kW -MJ 2012- mit Pan-Dach, Sunset, [lexicon]AHK[/lexicon], TFL-LED, Schmutzfänger vorn, Kofferraum-BOOTECTOR und Sonniboy
      Nokian WR D3 215/60 R16 99 H XL auf Borbet CA 7 x 16 ET 45
    • Roomi schrieb:

      die Wintereinbrüche mit starken Schneefall auf dem Rückmarsch sind


      Darauf würde ich nicht wetten, es heißt doch immer, durch den "Klimawandel" bekämen wir eher mehr Schnee im Winter als in den letzten Jahren...

      Grüße

      Jan
      VCDS - Codierungen im MKK - zwischen F und FD

      Yeti 1.8 TSI, Mischungsverhältnis derzeit ca. 1:100 (Auto von Madame), bestellt Yeti Drive 1.4 TSI 4x4

      Audi A6 Avant 3.0 TDI 180 kW (meiner - noch), ab ca. 4/2017 Skoda Superb Combi 2.0 TSI 4x4 DSG L&K
    • Ich denke, dass Frontantrieb für Dich das Richtige ist

      Hallo Sabine
      So wie Du Dein Yeti-Einsatzgebiet beschreibst, würde ich an Deiner Stelle auf den Allradantrieb verzichten. Mit guten Winterreifen kommt man meist sehr weit ... und wenn Du in zehn Jahren vielleicht einmal an die Grenzen Deines Schneetiers kommst, ist das ja auch zu verkraften. Ich selbst habe 4x4, weil ich ein Wochenendhaus in gebirgigem Gebiet habe.
      Viel Spaß und gute Entscheidungen wünsche ich Dir.
    • @all:

      Innerhalb der Lebensauer eines Yeti wird man zwar noch nicht mit schneefreien Wintern als Foge des Klimawandels rechnen müssen. Für das angegebene Fahrprofil im privaten Einsatz von Curly (keine Berge, kein Anhängerbetrieb, kein Offroadeinsatz) bin ich aus eigener Erfahrung (Wohnort Unterallgäu & Mittelgebirge) überzeugt, dass 2WD und die elektr. Helferlein vollständig ausreichen. Wenn es - ausnahmsweise und selten genug - ganz schlimm kommt gibt es immer noch die Möglichkeit (Leih-)Ketten auf die 205/55 16" Winterreifen aufzuziehen.

      Gute Fahrt

      Leo
      :whistling: Fahre nie schneller als dein Schutzengel fliegen kann - damit er vor Ort ist wenn du ihn brauchst! ;)
    • Curly schrieb:

      Seitdem denke ich schon über ein Allradfahrzeug nach, wobei mein Mann der Meinung ist, dass ein Allradfahrzeug auch nicht aus der Spurrille gekommen wäre (vermutet er).

      Hallo Sabine,

      ob du mit Allradantrieb aus der Spurille herausgekommen wärst, lässt sich im Nachhinein natürlich nicht mehr feststellen. Sicher ist aber, dass Allradantrieb bei glatten Straßen nicht nur ein besseres Vorankommen ermöglicht sondern auch die Fahrsicherheit erhöht, wobei dies allerdings nicht fürs Bremsen gilt. Demgegenüber stehen die beschriebenen Nachteile, wie höherer Anschaffungspreis, höheres Gewicht und höherer Verbrauch. Ich selbst habe ein ähnliches Fahrprofil wie du und habe Allrad, dies allerdings nur deshalb, weil ich einen Diesel mit [lexicon]DSG[/lexicon] wollte und es den nur mit Allrad gab. Ich gebe zwar zu, dass mir der Allradantrieb, wenn dann mal Schnee liegt, ein beruhigendes Gefühl vermittelt, ja fast ein Gefühl der Überlegenheit, ich ihn aber eigentlich nicht wirklich brauche. Dabei ist zu Bedenken, dass die elektronischen Helferlein wie insbesondere [lexicon]ASR[/lexicon], [lexicon]EDS[/lexicon] und [lexicon]ESP[/lexicon] auch dem Zweiradantrieb zu einer besseren Traktion und einer höheren Fahrsicherheit verhelfen, die im Normalfall ausreichen dürfte. Wenn du deinen T4 als Messlatte nimmst, wirst du mit dem Yeti auch ohne Allradantrieb deutlich sicherer und besser unterwegs sein. Vielleicht hilft dir das bei deiner Entscheidungsfindung.

      floflo
    • Hallo Sabine,
      ich wohne auch auf dem flachen Land, ich fahre nie ins Gebirge und ich habe keinen Hänger. Trotzdem gerade bei dem schneereichen letzen Winter war ich froh, dass ich Vierradantrieb hatte. Ich bin in meinem Leben alle erdenkliche Autos gefahren (auch VW-Bus, einen Joker), sowohl mit Vorderrad-, wie auch mit Hinterradantrieb. Der Unterschied mit dem Yeti war richtig beeindruckend. Außerdem ist der Vierradantrieb ein Sicherheitsplus auch bei trockenen Straßen. Da der Yeti, wie Du schon geschrieben hast, keinen permanenten Allradantrieb hat ist der Mehrverbrauch auch minimal, sodass ich beim 4WD keine Nachteile sehe. Ich würde ihn immer wieder kaufen.
      Damit will ich aber keinesfalls sagen, dass der Vierradantrieb unbedingt notwendig ist. Ich bin bis jetzt auch überall hingekommen ohne Allradantrieb. Ich bin auch Jahrelang ohne [lexicon]ESP[/lexicon] usw ausgekommen. Unbedingt notwendig ist gar nichts, trotzdem ist es gut, wenn man es hat. Es ist eine reine finanzielle Frage.
      Ich bezweifele auch, dass man mit 4WD aus den Spurrillen rauskommen kann.
      Viele Grüße
      Jannis
    • Curly schrieb:

      oder ist das nur etwas für Offroadfahrten im Gelände?

      Allrad hat auch Vorteile (und Nachteile) beim Fahren auf befestigten Straßen. Darüber ist auch schon mehrfach ausführlich im Forum diskutiert worden, z.B. hier:

      [ Mitglieder ] Hallo zusammen

      'Eingefleischte' Allrad-Befürworter sehen generell eher Vorteile (z.B. Traktion, Spurtreue), die Nachteile (z.B. höherer Preis, höheres Gewicht, höherer Verbrauch) sollte man aber - bezogen auf das eigene individuelle Fahrprofil - für die Entscheidung zumindest mit berücksichtigen.

      LG lego63
    • Hi,

      im Vorfeld unserer aktuellen Fahrzeuganschaffung sind wir auch alle TSI Yetis ausgiebig probegefahren. Dabei fiel auf, dass der 4x4 deutlich stabiler auf der Strasse lag und spürbar weniger Seitenwindempfindlichkeit an den Tag gelegt hat.

      Wenn die Mehrkosten bei Anschaffung und Unterhalt nicht soo die Rolle spielen, empfehle ich, alle im Wohnumkreis greifbaren TDI mit ihren jeweiligen Motor-/Getriebekombinationen probezufahren, und im Anschluss daran die Entscheidung für Euch zu treffen.

      Gruß, silent
      Man kann nicht alles idiotensicher machen. Immer wenn man‘s probiert, machen sie einfach bessere Idioten (geklaut von Uli G.)
    • silent grey schrieb:

      Dabei fiel auf, dass der 4x4 deutlich stabiler auf der Strasse lag und spürbar weniger Seitenwindempfindlichkeit an den Tag gelegt hat.
      Der 1.8 TSI 4x4 ist ja auch 165 KG schwerer als der 1.2 TSI 4x2 (130 KG schwerer als der 1.4 TSI 4x2). Der 2.0 TDI 81kW 4x4 ist übrigens 110 KG schwerer als der 2.0 TDI 81kW 4x2.

      Probefahrten sind natürlich immer sinnvoll! Allerdings gab es Zeiten, da gab es neben einem Standard-TSI (meist 1.2) und einem Standard-TDI (meist 140 PS) kaum einen Yeti bei den Händlern. Das sollte sich zwischenzeitlich allerdings gebessert haben.

      LG lego63
    • Danke! Sind mir so deutlich noch nicht begegnet die 60.000 km. Ich dachte es wären wesentlich mehr.

      Grüße - Bernhard
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      Yeti Ambition CFJA gebaut am 01.10.2010 / z.Zt. ca. 114.000 km / gerührt, nicht geschüttelt
    • In meinem Paket war 4x4 auch enthalten, da ich Diesel mit [lexicon]DSG[/lexicon] wollte.
      Die guten Fahrleistungen eines Allradfahrzeugs bei winterlichen Bedingungen habe ich immer als "Marketing" abgetan,
      wollte es auch nicht glauben, aber der Spruch "fährt wie auf Schienen" trifft voll zu!
      Zu den Spurrillen sei gesagt das sich letzten Winter bei uns in der Straße, eigentlich eher ein Wirtschaftsweg, eine
      schöne Eisbahn mit tiefen Spurrillen gebildet hat. Das blankes Eis unter der verharschten Schneedecke liegt konnte
      man sich zwar denken, sehen konnte man es nicht. Viele Fahrzeuge hatten da große Schwierigkeiten. Ich habe den
      Weg jeden Morgen und Abend bezwungen ohne irgendwas zu merken. Einfach klasse!
      Ebenfalls ist es hier "oben" meist so das wenig Schnee fällt, dafür aber die Temperaturen oft grenzwertig sind.
      Also soeben angefroren (Rauhreif). Auch auf solch einem Untergrund spurt der Yeti 4x4 unbeeindruckt, der Fahrer
      merkt nur den guten Vortrieb und gewinnt eine hohe Fahrsicherheit. Ebenso auch auf feuchtem Laub und "Bauern-
      glatteis" also durch Erntearbeiten verschmutzte Strßen. Kommt hier oft vor und daher halte ich den Allrad für ein
      sinnvolles Sicherheitsmerkmal, neudeutsch "Feature", ebenso wie z.B. [lexicon]ABS[/lexicon], [lexicon]ESP[/lexicon] oder Knieairbag.
      Wenn man es finanziell stemmen kann würde ich den Allrad wieder wählen. Dafür würde ich sofort auf den Multimedia-
      schnickschnack verzichten.
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