Rund um den Verbandskasten und seine Positionierung

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    Umfrage

    Soll sich @berme (wieder) einen Yeti kaufen oder ist er mit einem Karoq besser bedient?

    Insgesamt 53 Stimmen

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    • Ibiki schrieb:

      Ach komm,


      Tue ich ja ...

      Ich hatte seit 1977 zweimal die Pflicht, und ich bin nicht daran gestorben.
      Zuletzt im August 2001 auf der BAB5 wischen Basel und Karsruhe, als sich zwei Autos vor mir plötzlich
      und aus unersichtlichem Grund ein FIAT mehrfach überschlug und auf einem Feld neben der Autobahn zum liegen kam.
      Als ich mit einigen anderen Ersthelfern dann zum verunfallten Auto kam, kroch der Fahrer gerade aus der Tür (Auto lag auf dem Dach).
      Als wir dann sahen, dass der Fahrer mit FlipFlops (Gummibadelatschen mit einem String zwischen den Zehen) gefahren ist,
      wurden einige von uns doch sehr wütend über solche unverantwortungslosiglkeit.

      Aber mal ehrlich, von meinen Erlebnissen gebe ich dir gerne 50% ab.

      Bedenke: "Denn ersten kommt es immer anders, als zweitens als man denkt".
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      • JE SUIS CHARLIE
        TOUJOURS !

    • Ibiki schrieb:

      komme ich so selten zu einem Unfall (noch nie(!) seit 40 Jahren inklusive Kindheit), wo meine Hilfe nötig gewesen wäre oder wo ich der erste gewesen wäre

      Irgend jemand ist aber immer der Erste!

      Und wie viele Leute haben z.B. kein Verbandszeug zu Hause, aber dafür zumindest im Auto. Und im Haushalt passieren ja bekanntermaßen die meisten Unfälle! ;)

      LG lego63
    • poly schrieb:

      Es ist völlig sinnlos den Verbandskasten vorzuschreiben

      Das sehe ich ganz anders. Wenn der Verbandskasten nicht vorgeschrieben würde, hätte ihn kaum einer im Auto. Ich stimme dir zwar darin zu, dass wahrscheinlich die Mehrheit aller Autofahrer den Verbandskasten im Ernstfall nicht richtig zu nutzen wüsste, aber diejenigen, die in der Lage wären, sinnvoll erste Hilfe zu leisten, hätten den Verbandskasten dann wahrscheinlich auch nicht im Auto. Wenn auch nur das Leben eines einzigen Menschen durch das Mitführen des Verbandskastens gerettet würde, kann man wohl kaum von "völlig sinnlos" reden.

      Auch das von Ibiki vorgebrachte Argument, die Wahrscheinlichkeit, dass man als erster an einem Unfallort ankomme, sei extrem gering, lasse ich nicht gelten. Nicht deshalb, weil ich selbst schon einmal in so eine Situation gekommen bin, sondern deshalb, weil es nicht auf den Einzelnen ankommt sondern auf die Gesamtzahl der Unfälle. Jeden Tag geschehen eine Vielzahl von Unfällen mit Verletzten und immer wird irgendein Autofahrer der erste sein, der den Unfall wahrnimmt und erste Hilfe leisten muss und in vielen Fällen dabei auch den Verbandskasten braucht, den man aber ohne die gesetztliche Pflicht im Zweifel nicht hätte.

      Nicht nachvollziehen kann ich schließlich, wie man die Verbandskastenpflicht mit dem Argument ablehnen kann, man könne sowieso nicht damit umgehen. Es gibt sicherlich auch eine ganze Menge Verkehrsteilnehmer, die das können.

      floflo
    • Es wird ja vom Ersthelfer auch keine OP am offenen Herzen verlangt... Blutung stillen, bei Bewusstlosen aufpassen daß die nicht am erbrochenen ersticken (jeder Bewusstlose erbricht sich, man weiß nur nicht wann), Atmung und Puls kontrollieren, das kann jeder. Auch Beatmung und Herzdruckmassage sind nicht so schwer, daß man es nicht zumindest versuchen sollte, denn das ist allemal besser als gar nichts zu tun. Und "Hilfe holen"? Hallo? Handy raus und 112 tippen geht auch vor Ort, direkt an der Unfallstelle!
      Ich will gar nicht sagen, daß es keine Situation geben kann wo es nicht besser wäre erstmal weiterzufahren... die Frau, die nachts allein unterwegs ist und an eine Stelle kommt die auch eine Falle sein könnte... Nur, wie wahrscheinlich ist sowas? Und ein Argument, keinen Verbandkasten mitzunehmen ist es erst recht nicht.
      Mein Chef wollte mich durch einen Roboter ersetzen.
      Er konnte keinen finden, der nur Solitär spielt und im Internet surft.
    • poly schrieb:

      Das Argument "ich weiß nicht, was ich mit dem Kasten anfangen soll" ist auch korrekt, wenn man sich mit erste Hilfe nicht auskennt, sollte lieber Hilfe holen. Erste Hilfe Kurs machen, das ist lächerlich, beruhigt höchstens das Gewissen.

      Das halte ich für äußerst unzutreffend und sogar gefährlich!

      Selbstverständlich helfen professionelle Kurse dabei, die Fähigkeiten für erste Hilfe zu optimieren! Es heißt ja auch "erste Hilfe" und nicht "vollumfängliche, abschließende Hilfe". Es kann und soll gar nicht darum gehen, jemanden vollends zu *retten*, sondern nur seine Lage zumindest zu verbessern, so lange bis professionelle Helfer da sind.

      Die Angst, irgend etwas falsch zu machen, ist fatal - insbesondere wenn ein Opfer keinen Sauerstoff ohne fremde Hilfe bekommt. Hierbei geht es um jede Sekunde - und selbst suboptimale Maßnahmen helfen, den Prozess, in dem sich der Gesundheitszustand verringert, zu verlangsamen. Besser ausgeführte Maßnahmen können den Prozess sogar anhalten und ggfs. umkehren. Aber selbst wenn man ihn nur verlangsamt, ist es eine deutliche Verbesserung gegenüber Nichthilfe.

      Übrigens habe ich dieses Wissen noch aus meinem Erste-Hilfe-Kurs vom Führerschein - ganz so sinnlos sind Kurse also, wie schon gesagt, keineswegs.
      .....wie soll man auch aus einem solchen Kurs heraus gehen, OHNE zumindest sein theoretisches Wissen verbessert zu haben?

      "Dass ich dich liebe, habe ich dir doch schon bei unserer Hochzeit gesagt
      und wenn sich daran etwas ändert, erfährst du's von meinem Anwalt!"
    • Man darf da auch ruhig an sich selbst denken. Ist doch auch von Vorteil, wenn mein Ersthelfer schnell meinen eigenen Verbandskasten findet weil seiner unter dem Urlaubsgepäck o. ä. erst umständlich herausgekramt werden muss.

      Immer einen Verbandskasten mit frischem Inhalt mitführen und Ersthelferwissen auffrischen bzw. erlernen. :ja:
      Einmal ist immer das erste Mal.
    • Ganz kurz noch, weil es ist ja ein ganz anderes Thema, aber heutzutage ist für die Hilfe aller Art ein funktionierendes Handy oft viel wichtiger als ein mitgeführtes Pflaster, welches man nur alle 40 Jahre einmal braucht. Man müsste sozusagen Handys mit geladenem Akku vorschreiben, um schnell professionelle Hilfe holen zu können. Ist genauso irreal.

      Oder es sollte meinetwegen ein Gesetz geben, dass im Auto ein Notfallrufsystem eingebaut ist.
    • Ibiki schrieb:

      Ganz kurz noch, weil es ist ja ein ganz anderes Thema, aber heutzutage ist für die Hilfe aller Art ein funktionierendes Handy oft viel wichtiger als ein mitgeführtes Pflaster
      Richtig, wenn ich zu einem Unfall komme und da einen Verletzten liegen seh, muss ich das ja schließlich auf Facebook teilen:
      "Alter, krass, voll der Unfall hier!!"
    • Ibiki schrieb:

      Ganz kurz noch, weil es ist ja ein ganz anderes Thema, ....


      Ist es, aber ein sehr, sehr wichtiges :) . Meinerseits war ich bisher dreimal als sogenannter "Ersthelfer" gefordert. Ein brennendes, einsames Auto nachts. Ein überfahrenes Kind. Und ein Auto, bei dem ich sogar Zeuge war, wie es im Graben landete und der Fahrer war nicht angeschnallt (klasse!). Meine Erkenntnisse:

      - man muss gar nicht erster am Unfallort sein, um Hilfe geben zu müssen. Das würde voraussetzen, das der erste am Unfallort auch kompetente Hilfe leisten kann. Dem ist aber leider nicht immer so. Also anhalten, helfen, auch wenn sich schon ein paar Helfer (keine Heerscharen!) eingefunden haben. Dann kann man sich auch prima ergänzen, gegenseitig Hilfestellung geben und sich z. B. bei der Reanimation abwechseln.

      - meinerseits nehme ich, wenn ich den Verbandskasten des Verunfallten auf den erten Blick finde, diesen als Materialspender. Meist ist der Unfallwagen eh Schrott, da fällt ein dezimierter Verbandkasten nicht weiter ins Gewicht. Der ist beim neuen Auto mit dabei. Und mir erspart es die Lauferei, den eigenen Verbandskasten wieder vervollständigen zu müssen.

      - regelmäßiges Kursbesuche frischen nicht nur das eigene Wissen auf, sondern es werden auch die neuesten Erkenntnisse vermittelt. Die stabile Seitenlage von früher sieht heute anders aus, die Reanimation hat sich z. B. auch geändert. Regelmäßiges Auffrischen vermittelt auch Sicherheit, wenn dann irgendwann einmal praktisches Handeln gefordert ist.

      - der Ersthelfer ersetzt nicht die professionelle Hilfe, deshalb ist der Notruf unersetzliches Bestandteile der Hilfeleistung. Deshalb Handy mitnehmen. Der Ersthelfer ist aber derjenige, der sehr oft in den entscheidenden Minuten vor Ort ist, während die professionelle Hilfe noch unterwegs ist. Ein Gespräch mit Rettungsteams klärt eindrucksvoll Ungläubige auf, wie manche Unfallfolgen wesentlich gemildert hätten werden können bzw. gar nicht aufgetreten wären, wenn ein Ersthelfer einfache Hilfe geleistet hätte. Insbesondere die Sauerstoffversorgung innerhalb einer Zeitspanne von rd. 10 bis 15 Minuten wieder sichergestellt hätte. Bis der Rettungsdienst eintrifft.

      - auch wenn keine Anklage wegen "unterlassener Hilfeleistung" erfolgt, ist die eigene Erkenntnis, wenn man hätte helfen können, es aber aus Unvermögen nicht getan hat, irgendwann eine große Last. Insbesondere dann, wenn Kinder mit im Spiel waren. Dann lieber, so gut als möglich, mit möglichst viel - durchaus erlernbarem - Sachverstand helfen und ...retten!

      - nach Möglichkeit die "Ersthelfer-Kurse" besuchen, nicht die sogenannten "Führerschein-Kurse". Erstere sind wesentlich umfangreicher und manchmal auch thematisch ausgerichtet. Vielleicht auch noch einen AED-Kurs, da Defibrillatoren zunehmend im öffentlichen Bereich allgemein zugänglich vorzufinden sind.
      Grüße
      Eifelwolf
      Mein vierrädiger Gefährte:
      [ Mitglieder ] Here we are!
    • Mir erscheint diese Diskussion, ob Verbandskastenpflicht - ja oder nein, obsolet. X(

      Natürlich muss Verbandszeug mitgeführt werden. Und da es Leute gibt, die das nicht machen würden, ist es eben vorgeschrieben! Wie so vieles. :huh:

      Schon allein um an einem Unfallort das Material zur Hand zu haben - auch wenn man selbst nicht viel damit anfangen kann...viele andere Gründe wurden schon genannt...



      Allenfalls könnte man darüber diskutieren, warum manche KFZ-Hersteller immer noch keinen adäquaten Platz für das Verbandszeug, der auch bei Beladung erreichbar ist, anbieten! Bei meinem A4 war das Verbandszeug in der Mittelarmlehne im Fond untergebracht...gut erreichbar.

      Auch im Skoda Yeti gibt es einen vorgesehenen Platz, der recht sinnvoll erscheint: Im Kofferraum in der rechten Seitentasche (zumindest bei Ausführungen mit Ersatzrad). Siehe Fotos! Und das ganze ist Serie...auch der Verbands-"Beutel"...

      Also, was spricht dagegen, das kleine Packerl mitzuführen? Das Gewicht?? 8o :D

      Das Argument "Ich kann damit gar nichts anfangen" kann ich zwar nachvollziehen, aber nicht gelten lassen. Irgend ein Anwesender wird's schon können...und viele glauben gar nicht, was man in solch einer Stresssituation alles kann! Eigene Erfahrungen!

      LG Markus
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      Alle Verallgemeinerungen sind falsch - einschließlich dieser! (Donald H. Rumsfeld)
    • Moin,

      eine interessante Diskussion. Persönlich finde ich die Vorschrift nicht weitgehend genug. Bei Auslieferung muss ein Händler in die Pflicht genommen werden ein Fahrzeug mit Verbandsmaterial und Warndreieck incl Kühlkissen und Warnweste auszustatten. Ferner sollte alle 3-5 Jahre die Sofortmaßnahmen am Unfallort in einer abgespeckten Variante wiederholt werden. Jeder kann Leben retten und schützen und sei es nur das Dr kein Gaffer ist....
    • ToddBeamer schrieb:



      Die Angst, irgend etwas falsch zu machen, ist fatal - insbesondere wenn ein Opfer keinen Sauerstoff ohne fremde Hilfe bekommt. Hierbei geht es um jede Sekunde - und selbst suboptimale Maßnahmen helfen, den Prozess, in dem sich der Gesundheitszustand verringert, zu verlangsamen. Besser ausgeführte Maßnahmen können den Prozess sogar anhalten und ggfs. umkehren. Aber selbst wenn man ihn nur verlangsamt, ist es eine deutliche Verbesserung gegenüber Nichthilfe.

      Also noch einmal. Es geht nicht darum, dass man helfen soll, es geht um den Verbandkasten. Weißt Du überhaupt, was in einem Verbandkasten drin ist? Eigentlich nur Verbandsmaterial. Und wenn man nicht in der Lage ist einen ordentlichen z.B. Kopfverband zu machen, ist das ganze für die Katz. Zum Blutstillen braucht man, erstmal zumindest, kein Verbandsmaterial, da reicht das Tuch, mit dem man die Scheiben sauber macht. Das einzige vernünftige in dem Verbandskasten ist die Rettungsdecke.
      Du schreibst "insbesondere wenn ein Opfer keinen Sauerstoff bekommt". Was willst Du denn in so einer Situation mit dem Inhalt des Verbandkastens anfangen? Du schreibst mit Recht "hier geht es um jede Sekunde". Indem der "Ersthelfer" als erstes den in diesem Fall nützlosen Verbandkasten erstmal sucht verliert nicht nur wichtige Sekunden sondern ganze Minuten.
      Viele Grüße
      Jannis
    • Und
      noch ein kleines Detail: Es gibt keinen vernünftigen Platz für das
      (völlig sinnlose, aber bei uns vorgeschriebene) Verbandspaket. Die
      möglichen Plätze sind zu klein und/oder nicht quaderförmig. Unter dem
      aufklappbaren Kofferraumboden ist bei meinem Yeti überhaupt kein Platz,
      auch nicht für ein kleines Verbandspaket!

      Q5-Killer schrieb:

      Mir erscheint diese Diskussion, ob Verbandskastenpflicht - ja oder nein, obsolet. X(
      Und da wir jetzt auch in Bildern gesehen haben wo der Verbandskasten hinkommt (das war die ursprüngliche Frage im Beitrag 1394) haben wir nun knapp 30 Beiträge off topic "verbraten" über die Sinnhaftigkeit des Mitführens des Verbandskasten und der Ersten Hilfe.

      Wir sind im Thread: "Das stört mich am Yeti" - also bitte wieder on topic

      steinwolf
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