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      Gerade ein Bericht gesehen.
      Das Straßennetz und vor allem die Brücken sollen in Italien weitaus maroder sein als in Deutschland.
      In Italien gibt es noch viel weniger Geld für die Infrastruktur.
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      ich wäre mit solcher Betrachtungsweise der ital. Strassenverhältnisse im Vergl. zu D eher vorsichtig;
      schließlich ist in D auch schon keine alte Brücke sondern ein Stück einer neuen Autobahn (A20 bei Rostock) auf flachem Land zusammengebrochen, vermutlich ohne Mafia-Einfluß, aber auch mit Sparwahn.
      und an maroden Strassen und Brücken mangelt es hier keineswegs.

      "Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart." (Curt Goetz)
      "Was ist also Wahrheit? Ein bewegliches Heer von Metaphern,..."(Nietzsche)
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      berme schrieb:

      In Italien gibt es noch viel weniger Geld für die Infrastruktur.
      Im TV wurde erwähnt, dass es sich um eine private Autobahn-Brücke gehandelt haben soll. Die Bilder finde ich gruselig genug, egal ob privat oder öffentlich :( .

      yyeettii schrieb:

      schließlich ist in D auch schon keine alte Brücke sondern ein Stück einer neuen Autobahn (A20 bei Rostock) auf flachem Land zusammengebrochen
      Auf die Umleitung wg. des "Loches" auf der A20 freuen wir uns schon bei der diesjährigen Usedom-Tour ;) .

      Margiani schrieb:

      Italienische Autobahnen dürften wegen der Topographie auch erheblich mehr Brücken und Tunnel haben als die in D.
      Da kostet die Instandhaltung dann auch etwas mehr.
      Hoffentlich wird dieses Unglück zum Anlass genommen doch mal verstärkt über die Finanzierung des Straßennetzes nachzudenken. Nichts zu tun und Schilder aufzustellen kann eigentlich keine Lösung sein.
      Mein Mitgefühl gilt allen vom Unglück Betroffenen .

      MfG.



      ...man muss kein Huhn sein, um beurteilen zu können , ob ein Ei schmeckt.



      Malachitgrüner 1.8 TSI - Bj. 2012 - Ambi+
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      rotax schrieb:

      Im TV wurde erwähnt, dass es sich um eine private Autobahn-Brücke gehandelt haben soll.
      In Italien sind nahezu alle Mautpflichtigen Autobahnen in Privat- oder Mischbesitz mit mehr oder weniger großer Beteiligung staatlicher Stellen (z.B. Brennerautobahn überwiegend im Besitz Region Südtirol/Trentino, und der einzelnen Provinzen (Kreise) die sie berührt)

      Die Autobahn, zu der die eingestürzte Brücke gehört, ist Teil der Autostrade per l'Italia und gehòrt über die Atlantia Gruppe überwiegend der Familie Benetton.

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      rotax schrieb:

      Hoffentlich wird dieses Unglück zum Anlass genommen doch mal verstärkt über die Finanzierung des Straßennetzes nachzudenken. Nichts zu tun und Schilder aufzustellen kann eigentlich keine Lösung sein.
      Über die Finanzierung des Straßennetzes wird man sich in Italien sicherlich auch nach diesem schrecklichen Unglück keine Gedanken machen. Die weitgehende Privatisierung des Autobahnnetzes hat sich bewährt und ist m.E. für das Unglück nicht ursächlich. Man wird sich aber wohl Gedanken darüber machen, Bauwerke wie Brücken und Tunnel, die es, wie Margiani schon schrieb, in Italien weitaus mehr gibt als in Deutschland, stärker zu überwachen und zu überprüfen. Ob dieser Wille dann langfristig anhält, bleibt abzuwarten. Ich bin da eher skeptisch.

      Im übrigen ist nach meinen eigenen Erfahrungen auf italienischen Autobahnen der dortige Zustand eher besser als in Deutschland. Es gibt auch weniger Baustellen, die allerdings dann meist sehr lang sind. Dort, wo Großbaustellen sind, wird dann häufig auch die Maut gesenkt oder sogar ganz darauf verzichtet.

      Zum Zustand der Brücken kann ich natürlich nichts sagen. Die eingestürzte Brücke in Genova macht mir auf den jetzt veröffentlichten Fotos einen eher heruntergekommenen und von ihrer Konstruktion her auch wenig vertrauenswürdigen Eindruck, doch das ist jetzt eine reine Laiensicht. Ich könnte mir allerdings schon vorstellen, dass die Ursache des Unglücks bereits in der Konstruktion der Brücke liegt.

      Während der Fahrbahnzustand italienischer Autobahnen größtenteils sehr gut ist, kann ich das von den vielen Tunnels nicht unbedingt sagen. Zwar entsprechen neue Tunnelbauwerke zumindest rein optisch den aktuellen Sicherheitsvorschriften, doch gibt es in Italien auch noch sehr viele alte Tunnels, die bei mir beim Durchfahren eher Unbehagen verursachen. Wenn es da mal brennt, dann gute Nacht. Hierzu würde mich die Ansicht von Margiani interessieren, ob er das auch so empfindet.

      Andreas
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      floflo schrieb:

      Über die Finanzierung des Straßennetzes wird man sich in Italien sicherlich auch nach diesem schrecklichen Unglück keine Gedanken machen.
      Doch doch, zumindest die Koryphäe, die den Innenminister mimt, hat schon Brüssel als Schuldigen entlarvt. Die geben einfach nicht genug Geld für Investitionen frei

      floflo schrieb:

      Zum Zustand der Brücken kann ich natürlich nichts sagen. Die eingestürzte Brücke in Genova macht mir auf den jetzt veröffentlichten Fotos einen eher heruntergekommenen und von ihrer Konstruktion her auch wenig vertrauenswürdigen Eindruck, doch das ist jetzt eine reine Laiensicht.

      Margiani schrieb:

      Ehrlich gesagt, die Brücke in Genua, an der übrigens gerade Sanierungsarbeiten im Gange sind -oder jetzt besser waren - machte auf mich schon 1969, als ich zum 1.Mal auf dem Weg zur Insel war, einen seltsamen Eindruck. An Stelle der Tragseile sah man da nur so eine Art lange Betonkästen. Ob die die Seile darin nur schützen sollten oder selbst tragende Elemente waren, ist mir allerdings bis heute nicht bekannt.
      Mittlerweile habe ich mich da ein wenig schlauer gemacht. Die Tragseile der als Schrägseilbrücke (wie z.B. die Köhlbrandbrücke in HH) sind in den "Betonkästen" zwecks Schwingungsvermeidung eingegossen. Leider wurden sie nicht vom Rostfraß verschont und an einigen wurden daher schon weitere. außenliegende, Seile angebracht.

      floflo schrieb:

      doch gibt es in Italien auch noch sehr viele alte Tunnels, die bei mir beim Durchfahren eher Unbehagen verursachen. Wenn es da mal brennt, dann gute Nacht.

      floflo schrieb:

      Wenn es da mal brennt, dann gute Nacht. Hierzu würde mich die Ansicht von Margiani interessieren, ob er das auch so empfindet.
      Mittlerweile sind die meisten Tunnel, zumindest auf den Strecken die ich üblicherweise befahre, (Florenz - Bologna. Verona - Brenner, Fonni - Nuoro) in einem akzeptablen bis sehr gutem Zustand.
      Noch Jahre nach meinem ersten Blick auf die hier behandelte Brücke glichen die Tunnel zwischen Como und Genua natürlichen Grotten oder auch auch roh behauenen Stollen ohne jede Beleuchtung. Wenn man da aus dem hellen Sonnenlicht hinein fuhr, sah man erst einmal gar nichts und die 6 Volt Bilux-Lampen des alten Käfers waren da auch nur eine schwache Hilfe.
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      berme schrieb:

      Das Straßennetz und vor allem die Brücken sollen in Italien weitaus maroder sein als in Deutschland.
      Bei meiner letzten ausgedehnten Fahrt über italienische Strassen hatte ich aber einen sehr gegenteiligen Eindruck.

      Im Übrigen sollten wir hier nicht über Verantwortlichkeiten spekulieren sondern das traurige Ereignis zum Anlass nehmen, den Fokus auf unsere Brücken und Tunnel zu lenken.
      ciao Pit
      extrem pressure creates diamonds
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      wir sind, was die Sicherheit der Straßeninfrastruktur betrifft, von den vermeintlichen "italienischen Verhältnissen" nicht wirklich sooo weit entfernt:
      berliner-zeitung.de/berlin/sal…-wird-abgerissen-28432590
      seit über 10 Jahren wird an dieser wichtigen Verkehrsader gewerkelt und darüber diskutiert, und es wird noch viele Jahre dauern, bis eine neue Brücke steht.
      über die Situation an der Rheinbrücke Leverkusen wurde hier im Forum ja auch schon berichtet.
      jedoch die daraus resultierenden wirtschaftlichen Schäden und die zusätzliche Umweltbelastung fallen aber grundsätzlich aus jeglicher Betrachtung heraus.

      "Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart." (Curt Goetz)
      "Was ist also Wahrheit? Ein bewegliches Heer von Metaphern,..."(Nietzsche)
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      yyeettii schrieb:

      wir sind, was die Sicherheit der Straßeninfrastruktur betrifft, von den vermeintlichen "italienischen Verhältnissen" nicht wirklich sooo weit entfernt
      Die Frage ist, ob wir davon überhaupt entfernt sind. Das Thema "Brückenzustand in Deutschland" wurde heute in mehreren Beiträgen im Radiosender SWR3 behandelt. Da wurde zwar stets betont, dass es in Deutschland sehr strenge Kontrollen gibt, der Zustand vieler Brücken wurde jedoch von den Experten als überaltert und sanierungsbedürftig bezeichnet. Beklagt wurde auch, dass sich die Statik und Haltbarkeit von Brückenbauwerken in Deutschland aus Kostengründen stets nur an den Mindestanforderungen orientiert. Ein Unglück wie jetzt in Italien dürfte daher auch bei uns möglich sein. Immerhin hat es ja auch schon Brückeneinstürze gegeben. Besonders betroffen war die Koblenzer Südbrücke, die, allerdings noch während ihrer Bauphase, sogar gleich zweimal einstürzte (1971 und 1972) und dabei insgesamt 19 Menschen in den Tod riss. Diese Brücke erfüllte offenbar nicht einmal die Mindestanforderungen. Da ist es durchaus nicht abwegig, dass auch andere Brücken statisch "unterdimensioniert" sind und da die statische Belastbarkeit mit zunehmendem Alter abnimmt, ist eine Katastrophe wie in Italien auch bei uns nicht auszuschließen, zumal sich Baumängel, die von Anfang an vorhanden waren, bei den Kontrollen nicht feststellen lassen. Ich will hier jetzt allerdings keine Panik verbreiten. Die Gefahr, Opfer eines Brückeneinsturzes zu werden, dürfte wesentlich kleiner sein als Opfer eines Verkehsrunfalls.

      Andreas
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      ....Fachkräfte bei der Arbeit ! :thumbdown: :thumbdown: :thumbdown:
      Liebe Grüsse
      Privatier

      [i]Lächel, Du kannst nicht Alle töten......[/i]
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