Allrad funktioniert nicht im Rückwärtsgang

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    • Allrad funktioniert nicht im Rückwärtsgang

      Ein nettes Hallo.

      Fahre seit 2,5 Jahren den Yeti und bin hoch zufrieden.
      Heute kam der Schock:
      Ich wollte einen beladen Hänger (0,5 m3 Sand) rückwärts eine Böschung hochschieben.
      Es gin um die Kurve, Yeti hatte nur Asphaltkontakt.
      Plötzlich dreht das Rad vorne links durch.
      Ich dachte: "Hey, was soll das, wo ist der Allrad-Antrieb".
      Ich kam nicht weiter !
      Betätigung der Offroad Taste brachte nix. Also, mein Yeti schaffte es nicht, den Hänger bis zur gewünschten Stelle zu drücken da das Rad vorne links durchdrehte.
      OK, es ist nur eine langsamen Gescwindigkeit gefahren worden, so mit schleifender Kupplung - aber dennoch.
      Vor einem Jahr übrigens hat der Allradantrieb VORWÄRTS wunderbar funktioniert.
      Weiß jemand, was hier los ist?
      Danke für eure Meinungen und viele Grüße,

      sony

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Handtuch () aus folgendem Grund: Tags und Leerzeilen bearbeitet

    • Wenn er vorne links durchdreht, sollte er das Rad abbremsen damit auf das rechte Rad und damit dem Antrieb nach hinten umgelenkt wird.

      Wenn du beim anfangen vom durchdrehen Gas wegnimmst wird er zurückregeln.......wenn eines durchdreht heißt es Gas geben......
    • Seltsam.
      Ich habe letztes Jahr unser 2to-4-Zimmer-Apartment rückwärts den Berg hoch (15%) eingeparkt. Das hat bis auf die stinkende Kupplung super funktioniert!
      Da ich auch ansonsten bislang keine Probleme mit Traktion hatte (weder vorwärts noch rückwärts) tippe ich mal auf einen Defekt.

      Ab in die Werkstatt!


      LG
      Mi-go


    • schrauberass schrieb:

      Wenn er vorne links durchdreht, sollte er das Rad abbremsen damit auf das rechte Rad und damit dem Antrieb nach hinten umgelenkt wird.

      Wenn du beim anfangen vom durchdrehen Gas wegnimmst wird er zurückregeln.......wenn eines durchdreht heißt es Gas geben......

      Ja, das dachte ich auch.

      Das durchdrehende Rad sollte abgebremst werden.

      Und ich dachte auch, mal sehen, was passiert, wenn ich mehr Gas gebe, dann sind ja die Drehzahlunterschiede zwischen den beiden Rädern noch größer - aber Fehlanzeige. Mehr Gas geben brachte außer einem qualmenden Reifen nichts.

      Mpf, bin echt enttäuscht, da braucht man endlich einmal "einmal" den Allradantrieb - und dann geht er nicht :( - das wurmt mich mächtig.

      OK, da werd ich mal zur Werkstatt gehen, werde das aber erst nach meinem Umzugsstress schaffen.

      Vielleicht hat ja noch mal jemand eine Idee zwischendurch ...

      Gruß,

      sony
    • Wenn bei einem Allrad-Yeti ein einzelnes Rad durchdreht ist definitiv was defekt, von einer Sicherung über Steuergerät bis zur [lexicon]Haldexkupplung[/lexicon] selber ist vieles möglich.
      Deine Werkstatt sollte das allerdings auslesen können, wenn jemand mit [lexicon]VCDS[/lexicon] in deiner Nähe ist kann auch der einen Fehler auslesen.

      Allerdings müsste beim starken beschleunigen vorwärts auch spürbar sein ob der Allrad funktioniert oder nicht, aber wenn er rückwärts nicht geht, wird er sehr wahrscheinlich vorwärts auch nicht gehen.

      Gruss Bergler
      Skoda Yeti 2.0 TDI 170Ps Experience Storm Blau Metalic
      Bei mir wird der Yeti Artgerecht :thumbup: gehalten und hat genug Auslauf im Gebirge :D
      Mitlerweile über 170'000Km wovon gegen 10'000Km mit Wohnwagen oder Anhänger
    • mi-go schrieb:

      Seltsam.
      Ich habe letztes Jahr unser 2to-4-Zimmer-Apartment rückwärts den Berg hoch (15%) eingeparkt. Das hat bis auf die stinkende Kupplung super funktioniert! Da ich auch ansonsten bislang keine Probleme mit Traktion hatte (weder vorwärts noch rückwärts) tippe ich mal auf einen Defekt.......
      Bestätigung, vor 6 Wochen einen Doppelachser mit gut 1.5 to mit festgegangenen Bremsen (nach Salzwasserbad 2 Monate mit angezogener Bremse gestanden) gut 2 Meter mit blockierten Rädern in Schotter zurückgedrückt (vorne war halt nur die Wand). Kupplung stank etwas, sonst gings. Keine durchdrehenden Räder- dachte eigentich, dass das wohl ohne Allrad nicht geklappt hätte...
    • Bergler schrieb:

      Wenn bei einem Allrad-Yeti ein einzelnes Rad durchdreht ist definitiv was defekt...

      Kommt auf die Dauer des Durchdrehens an. Wie Klaus schon schrieb, das [lexicon]ASR[/lexicon] kann erst dann ein Rad abbremsen, wenn es eindeutig merkt, dass es durchgedreht hat. Das sollte aber nicht länger als 1...2 s dauern. Erst dann kann die Traktion auf das andere Rad und die andere Achse gereicht werden. Gilt wohlgemerkt für das Anfahren aus dem Stand - dieser Zustand ist halt immer ein wenig diffizil. Das richtige Verhalten ist dabei einfach Gas geben, bis das [lexicon]ASR[/lexicon] eingreift. Die Stellung des Schalters "Offroad" bestimmt dabei die maximale Motordrehzahl welche man beim Durchtreten des Gaspedals erreichen kann und die Zeit in der das [lexicon]ASR[/lexicon] eingreift. Sollte dabei das Rad nicht abgebremst werden, ist tatsächlich etwas defekt oder... [lexicon]ASR[/lexicon] wurde ausgeschaltet, daher in solchen Situationen wo aus dem Stand ein Rad eindeutig keinen Gripp aufbauen kann: [lexicon]ASR[/lexicon] am Schalter nicht ausschalten!

      Grüße - Bernhard
      ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
      Yeti Ambition CFJA gebaut am 01.10.2010 / z.Zt. ca. 114.000 km / gerührt, nicht geschüttelt
    • BernhardJ schrieb:

      Bergler schrieb:

      Wenn bei einem Allrad-Yeti ein einzelnes Rad durchdreht ist definitiv was defekt...

      Kommt auf die Dauer des Durchdrehens an. Wie Klaus schon schrieb, das [lexicon]ASR[/lexicon] kann erst dann ein Rad abbremsen, wenn es eindeutig merkt, dass es durchgedreht hat. Das sollte aber nicht länger als 1...2 s dauern. Erst dann kann die Traktion auf das andere Rad und die andere Achse gereicht werden. Gilt wohlgemerkt für das Anfahren aus dem Stand - dieser Zustand ist halt immer ein wenig diffizil. Das richtige Verhalten ist dabei einfach Gas geben, bis das [lexicon]ASR[/lexicon] eingreift. Die Stellung des Schalters "Offroad" bestimmt dabei die maximale Motordrehzahl welche man beim Durchtreten des Gaspedals erreichen kann und die Zeit in der das [lexicon]ASR[/lexicon] eingreift. Sollte dabei das Rad nicht abgebremst werden, ist tatsächlich etwas defekt oder... [lexicon]ASR[/lexicon] wurde ausgeschaltet, daher in solchen Situationen wo aus dem Stand ein Rad eindeutig keinen Gripp aufbauen kann: [lexicon]ASR[/lexicon] am Schalter nicht ausschalten!

      Grüße - Bernhard

      Wenn ich richtig gelesen habe handelt es sich hier um einen Yeti mit Allrad und bei dem darf kein einzelnes Rad durchdrehen, auch wenn die ASR nicht funktioniert, dann würden im Extremfall ein Rad hinten und ein Rad vorne Durchdrehen, das wären dann zwei durchdrehende Räder.
      Soweit kommt es aber äusserst selten, es sei denn der Yeti steht auf eine Kuppe oder Kante so dass übers Kreuz 2 Räder stark belastet sind und die andern 2 fast unbelastet oder in der Luft hängen, in diesem Fall wäre dann die ASR wirklich nötig damit die unbelasteten durchdrehenden Räder abgebremst werden und die Antriebs-Kraft auf die belasteten 2 Räder übertragen werden kann (mein 80Quattro hatte für diesen Fall eine 100% Hinterachssperre, musste aber von Hand ein und ausgeschaltet werden)

      Wenn als wirklich nur vorn ein einzelnes Rad durchdreht, dann schaltet die Haldexkupplung die Hinterachse gar nicht zu, aus welchen Gründen auch immer, zudem kann dann sein dass die ASR auch noch nicht funktioniert, dann ist es genau wie bei eine Golf I aus den 70ern dann das weniger belastete Rad durch (oder das welches auf Eis oder Schlamm ist)

      Die Haldexkupplung kann man mit VCDS sehr gut auslesen, ich hab da mal auf einer steilen Schotterstrasse beim anfahren gemessen, die grüne Kurve ist das Drehmoment welches die Haldexkupplung jeweils auf die Hinterachse überträgt, hier im Maximum 1936Nm eine Sekunde nach Messbeginn bevor das Fahrzeug sich bewegt. Der Allrad wird also beim Anfahren zugeschaltet bevor sich ein Rad dreht und bevor ein Rad durchdrehen kann.
      Haldexdrehmoment Steile Schotterstrasse.1.jpg

      Ebenso hab ich mal den Druck beim anfahren auf einer Asphaltstrasse gemessen, hier ist die rote Kurve der Hydraulik-Druck welcher auf die Lamellen in der [lexicon]Haldexkupplung[/lexicon] wirkt, die Gelbe Kurve die oben aus dem Bild geht ist das Drehmoment
      Haldexkupplung Asphalt.jpg

      Schlussfolgerung, wenn ein einzelnes Rad eines Allrad-Yetis durchdreht ist auf jedenfall etwas defekt, vom Allrad merkt man im Alltag eigentlich nichts, wenn er aber nicht mehr funktioniert merkt man das relativ gut auch schon beim zügigen abfahren an einer Ampel.

      Gruss Bergler
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      Bei mir wird der Yeti Artgerecht :thumbup: gehalten und hat genug Auslauf im Gebirge :D
      Mitlerweile über 170'000Km wovon gegen 10'000Km mit Wohnwagen oder Anhänger

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Bergler ()

    • Bergler schrieb:

      BernhardJ schrieb:

      Der Allrad wird also beim Anfahren zugeschaltet bevor sich ein Rad dreht und bevor ein Rad durchdrehen kann.
      Sehr interessante Ausführungen von euch.

      Noch mal zur Ergänzung / Klarstellung:

      (a) Es ist ein Yeti Allrad
      (b) ich dachte auch: Gib mal mehr Gas, damit die "Elektronik" merkt, dass hier ein Drehzalunterschied an den Vorderrädern anliegt (eines dreht, das andere steht).

      Ergebnis: Qualmende Reiffen

      Jetzt aber eine Frage zu der Aussage von Bernhard, die ich oben zitiert habe:

      Das würde ja heißen, dass der Allrad zunächst im Stillstand IMMER zugeschaltet ist und sich dann abschaltet, wenn alles ok ist?

      Da habe ich doch bestimmt was falsch verstanden - oder?

      Nette Grüße,

      sony
    • Es kommt auf die Kennlinien an, diese werden von Drehzahl, Laststellung "Gaspedal" und Lenkwinkel genommen. Wer in Geradeausstellung einen "Kavalierstart" hinlegt, hat sofort den Allrad.

      Wer im langsamen Fahrbetrieb bzw. Rangierbetrieb ist, der muss ein Rad erst durchdrehen lassen. Das ist bitte nicht falsch zu verstehen, die Elektronik ist da sehr sehr schnell mit dem Eingriff, nach einer 1/8 Umdrehung ist das erledigt;)

      Also liegt bei einem durchdrehenden Rad ein Defekt vor. Hier würde ich vermuten das ein Defekt in der Stromversorgung vorliegt, aber das sind Mutmaßungen ;)
    • Machst du nix wird der Allrad auch nicht zugeschaltet.

      Die Generation [lexicon]Haldex[/lexicon] die im Yeti verbaut ist, hat ne elektrische Pumpe und benötigt nur ein Signal vom Steuergerät d.h. es muss, im Gegensatz zur mechanischen Pumpe, nicht wirklich ein Drehzahlunterschied vorhanden sein. Das Steuergerät kann frei entscheiden wann sie die [lexicon]Haldex[/lexicon] zuschaltet und das kann halt sein wenn man aus Gas tritt.

      Ich dachte die [lexicon]ASR[/lexicon] regelt nur die Drehzahl runter wenn beim Anfahren Räder durchdrehen und die [lexicon]EDS[/lexicon] (elektronischen Differentialsperren) Bremsen gezielt ein Rad ab wenn es durchdreht. Oder sind die [lexicon]EDS[/lexicon] Teil der ASR? Werden die mit abgeschaltet bei gedrückter [lexicon]ASR[/lexicon] Taste? Ich glaube eher nicht.

      Die [lexicon]EDS[/lexicon] funktioniert nicht so toll wie eine Echte, ich glaube nicht, dass das durchdrehende Rad bis zum Stilstand abgebremst wird. Ich hab es bei meinem noch nicht erlebt. Im Offroad Modus gehen die Bremsen etwas härter zur Sache und bremsen das Rad stärker ab, man darf nur nicht zimperlich mit dem Gas sein.

      Grüße
      Carsten
    • Bei meinen Ausführungen in Post 9 habe ich erwähnt dass der Allrad zuschaltet bevor sich ein Rad dreht, das heisst nicht dass der Allrad immer zugeschaltet ist, aber die Elektronik merkt dass der Gang drinn ist, die Kupplung getreten ist, Gas gegeben wird und gleichzeitig die Kupplung losgelassen wird. Ob der Neigungssensor da auch noch etwas mitspielt weiss ich nicht, aber das Diagramm auf dem 1.Bild im Post 9 ist beim anfahren auf einer steilen Schotterstrasse und das 2.Bild ist beim anfahren auf einer normalen Bergstrasse mit Asphalt wie sie zu tausenden vorkommen, unten ist jeweils die Zeit in Sekunden wie lange die Fahrt geht und man sieht deutlich dass der Allrad während der Fahrt auf der weiteren Strasse wieder mehr oder weniger zu oder abgeschaltet wird, je nach Belastung, Schlupf der Vorderräder, Gasstellung oder Lenkwinkel.

      Gruss Bergler
      Skoda Yeti 2.0 TDI 170Ps Experience Storm Blau Metalic
      Bei mir wird der Yeti Artgerecht :thumbup: gehalten und hat genug Auslauf im Gebirge :D
      Mitlerweile über 170'000Km wovon gegen 10'000Km mit Wohnwagen oder Anhänger
    • schrauberass schrieb:

      Es kommt auf die Kennlinien an, diese werden von Drehzahl, Laststellung "Gaspedal" und Lenkwinkel genommen. Wer in Geradeausstellung einen "Kavalierstart" hinlegt, hat sofort den Allrad.


      Ahaaa ! Ein neuer Aspekt fällt mir hier auf:

      Hier kommt der Lenkwinkel ins Spiel.

      Die Lenkung war fast bis Anschlag eingeschlagen weil ich den Hänger ja um die Kurve zirkelte.

      Ging vielleicht deshalb der Allrad nicht?

      Werde nachher mal auf eine Wiese fahren und noch mal testen.

      Oder den Kavalierstart hinlegen, das habe ich mit dem Yeti Lasttier ja noch nie gemacht ;)
    • Also in meinen Unterlagen kann ich nichts finden über Schutzfunktionen mit Anhänger. Bei langem Leerlauf ohne Fahrt schaltet das System aus. Allerdings sollte es im Moment des durchdrehenden Rades wieder wach werden.
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