Der Allwetterreifen Thread [Vergleiche von Allwetterreifen untereinander]

    • [ Reifen ]

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    • berme schrieb:

      Ja da steht es schwarz auf weiß die Unterschiede zwischen den beiden Testsiegern sind bis auf den Preis marginal.
      Ob die Unterschiede marginal sind, ist Auslegungssache. An den Noten kann man das nicht unbedingt festmachen, solange man keine konkreten Messwerte kennt. Tatsache ist, dass der eine Reifen seine Stärken mehr auf winterlicher Fahrbahn hat und der andere mehr auf trockener, während auf Nässe beide etwa gleich gut sind. Da muss jeder für sich selbst nach seinem Fahrprofil und seinem Sicherheitsbedürfnis entscheiden, wo er die Priorität setzt.

      Bei dem Test (und anderen Tests) unberücksichtigt bleibt die Frage, wie sich ein Reifen mit zunehmender Abnutzung verhält. Dazu liegen noch zu wenig Erkenntnisse vor. Sollten sich jedoch die Werbeaussagen von Michelin bestätigen, könnte darin das entscheidende Kaufkriterium für den CC liegen. Ich bin allerdings auch sicher, dass andere Hersteller ihre Ganzjahresreifen dann in die gleiche Richtung entwickeln und mit ähnlich guten Eigenschaften nachziehen werden.

      Andreas
    • floflo schrieb:

      Bei dem Test (und anderen Tests) unberücksichtigt bleibt die Frage, wie sich ein Reifen mit zunehmender Abnutzung verhält.
      Hallo floflo,

      gibt es:

      ace.de/nc/ratgeber/fahrbericht…sind-sie-nach-einem-jahr/

      Gruß Peter :)
    • Ja, es gibt Tests mit gebrauchten Reifen. Der Test des ace (hier übrigens die genauen Messwerte: blog.reifen-vor-ort.de/ganzjah…aucht-noch-besser-als-neu) ist allerdings nur eingeschränkt aussagekräftig, weil die Gebrauchtreifen gerade einmal 1,6 mm Profilverlust hatten, was einer Laufleistung von 10.000 Km entspricht, also noch einen vergleichsweise stark profilierten Zustand aufwiesen. Hinzu kommt, dass der getestete Michelin noch aus der ersten Generation stammt. Beim Nachfolger CC+ wirbt Michelin ja gerade damit, dass die Eigenschaften auch mit zunehmendem Abrieb weitgehend erhalten bleiben.

      Da ist der von mir zitierte Test in Auto Bild hilfreicher, denn er vergleicht die Reifen bei 4 und 2 mm Restprofil.

      autobild.de/artikel/ganzjahres…iefen-im-test-878052.html

      Andreas
    • floflo schrieb:

      Bei dem Test (und anderen Tests) unberücksichtigt bleibt die Frage, wie sich ein Reifen mit zunehmender Abnutzung verhält.
      Zumindest der GY4S hat auch bei Abnutzung guten Grip :) .
      Anbei ein Foto, man kann die 4 mm Markierung gut erkennen, die Profiltiefe liegt minimal darüber. Der Reifen hat mehr als 82.000 km gelaufen, ich sehen den GY4S sogar als Option für Vielfahrer, die auch 100.000 km in 4 bis 5 Jahren schaffen könnten.
      Profil 1.JPG

      Profil 2.JPG

      MfG.



      ...man muss kein Huhn sein, um beurteilen zu können , ob ein Ei schmeckt.



      Malachitgrüner 1.8 TSI - Bj. 2012 - Ambi+
    • Ich habe mal gerade bei den WR vom Superb geschaut und man erkennt, das die Lamellen deutlich scharfkantiger sind. Bei den 4 S sind die leicht abgerundet.

      Wenn meine WR hin sind gibt es auch Allwetter, und je nachdem wie die Berichte von floflo und rotax ausgehen....

      ich halte beide für sehr gut......
    • In der aktuellen Ausgabe von auto motor und sport wurde sieben Ganzjahresreifen miteinander verglichen. Außer Konkurrenz wurde auch ein Winter- und ein Sommerreifen mit getestet, wobei hier die letzten Testsieger, jeweils von Continental herangezogen wurden. Die Zuneigung zu Continental ließ auch der Ganzjahresreifen durchblicken, denn Testsieger und einziger mit sehr empfehlenswert bewerteter Reifen war der neue Continental AllSeasonContact. Die "Platzhirsche" von Goodyear und Michelin bekamen nur ein empfehlenswert. Alle anderen Reifen (Nexen, Vredestein, Nokian und Toyo) bekamen nur eingeschränkte Empfehlungen.

      Der Conti war im Test der ausgeglichenste Reifen mit Bestwerten auf Schnee, die dem Winterreifen nicht viel nachstanden und in allen Schneedisziplinen auch noch über dem Goodyear lagen. Schnee war dagegen die Achillesferse des Michelin, vor allem beim Bremsen und der Traktion, wo er das Schlusslicht bildete. Der Abstand zum Conti beim Bremsen war mit 12 % längerem Bremsweg (16 % gegenüber Winterreifen) zwar deutlich, im Vergleich zum Sommerreifen, der 80 % (85 % gegenüber WR) weiter rutschte, jedoch noch vergleichsweise gering, so dass man auch dem Michelin noch akzeptable Wintereigenschaften bescheinigen kann.

      Auch der Goodyear hat seine Achillesferse und zwar trockene Fahrbahn, und hier ganz besonders das Bremsen, wo der Michelin mit Bestwerten aufwarten kann. Während sich der Bremsweg beim Michelin gegenüber dem Sommerreifen um 10 % verlängerte, waren es beim Goodyear ganze 24 %. In Metern ausgedrückt bedeutet dies aus 100 Km/h beim Goodyear einen fast 9 m längeren Bremsweg gegenüber dem Sommerreifen und immer noch rund 5 m mehr als der Michelin.

      Auf Nässe dagegen lagen die drei Marken vergleichsweise dicht beisammen und durchweg sogar etwas besser als der Sommerreifen.

      Interessant ist die von ams vorgenommene Gewichtung, die den Schwerpunkt auf die Nässeeigenschaften legt, die mit 40 % doppelt so hoch wie die Trocken- und Nässeeigenschaften (je 20 %) lag. Als Begründung hierfür wurde angegeben, dass nasse Straßen schließlich im Sommer wie auch im Winter vorkommen. Trockene Fahrbahnen gibt es anscheinend nur im Sommer?!?!? Nach meiner Einschätzung dürfte auch im Winter der Trockenanteil bei mindestens 70 % liegen, was deutlich macht, wo man bei einem Ganzjahresreifen die Priorität bei der Gewichtung legen sollte.

      Nicht getestet wurde die Verschleißfestigkeit. Wenn ich jetzt mal meine eigenen Erfahrungen mit Reifen von Continental zugrunde lege, dürften auf einen Satz Reifen von Michelin oder Goodyear jeweils zwei sätze von Continental kommen, aber vielleicht ist Gummi aus Hannover inzwischen ja nicht mehr so asphaltgierig.

      Mein Fazit aus den Messwerten des Tests ist eine Bestätigung dafür, dass Ganzjahresreifen für den ganzjährigen Einsatz wegen der langen Trockenbremswege nur mit Einschränkungen geeignet sind und eigentlich nur bei Fahrprofilen mit vergleichsweise geringer Jahreslaufleistung zum Zuge kommen sollten. Das gilt letztlich auch für den Michelin, der aber noch am ehesten dem Sommer gerecht wird. Da Ganzjahresreifen in der Regel ohnehin nicht bei Fahrprofilen mit häufigen Winterbedingungen zum Einsatz kommen, sehe ich den Ganzjahresreifen eher als die oft bessere Alternative zum klassischen Winterreifen, der seine Stärken bei den zunehmend milden Wintern und meist auch gut funktionierenden Streudiensten kaum mehr ausspielen kann. Wenn ich mein Fahrprofil betrachte, dürfte der Anteil auf trockener Fahrbahn aufs ganze Jahr gerechnet bei etwa 80 % liegen, auf nasser Fahrbahn bei annähernd 20 %, während ich winterliche Straßenverhältnisse gerade einmal bei 0,1 % vorgefunden habe und das trotz Zweitwohnsitz im Taunus und Hauptwohnsitz angrenzend an gleich zwei Mittelgebirge. Ich denke, die Mehrheit der Fahrprofile in Deutschland wird ähnlich sein, wobei das natürlich nur jeder für sich selbst ermitteln kann und danach seine Entscheidung treffen muss.

      Andreas
    • floflo schrieb:

      die den Schwerpunkt auf die Nässeeigenschaften legt, die mit 40 % doppelt so hoch wie die Trocken- und Nässeeigenschaften (je 20 %) lag
      Nässeeigenschaften kommt hier doppelt vor - sollen die 20% bei Wintereigenschaften liegen?

      Deine Fazit-Empfehlung habe ich bereits umgesetzt - im Winterhalbjahr die Goodyear Vector 4 Seasons, im Sommerhalbjahr Sommerreifen - für den Hamburger Raum eine gute Mischung.
      »Lasset die Geister aufeinander prallen, aber die Fäuste haltet stille.« (Martin Luther)
    • Harzer4x4 schrieb:

      Ich kann dir wärmstens....
      Wenn es um Schnee und Eis geht sind mir eiskalte Tipps am liebsten. ;)

      Zum Thema: was ich von "Reifentests" halte dürfte bekannt sein....allen gemein ist aber mit fortschreitender Zeit, dass der MCC trotz Weiterentwicklung (was aber alle Hersteller betrifft) gegen seine Konkurrenten mehr und mehr "abstinkt"?

      Zu Beginn seines Booms wurde er als Überflieger gehandelt und jetzt schneidet er meist nur als gutes Mittelmass ab? Da er eher nicht schlechter geworden ist hat die Konkurrenz wohl ihre Hausaufgaben gut gemacht. :thumbup:
      ciao Pit
      extrem pressure creates diamonds
    • minoschdog schrieb:

      Zu Beginn seines Booms wurde er als Überflieger gehandelt und jetzt schneidet er meist nur als gutes Mittelmass ab
      Das sehe ich nicht so. Die Testergebnisse sind nach wie vor sehr gut. Ausnahme ist der Test von ADAC/Stiftung Warentest, bei dem aber nahezu alle Ganzjahresreifen schlecht abgeschnitten haben, weil das Gesamturteil nie besser ausfallen konnte als das schlechteste sicherheitsrelevante Wertungskriterium und jeder Ganzjahresreifen seine Schwachstellen hat. Die Testergebnisse, egal von wem, sind danach zu gewichten, wo man seine persönlichen Schwerpunkte bei einem Ganzjahresreifen setzt. Für mich sind das eben nicht die Winter- sondern die Sommereigenschaften, die bei mir 99,9 % meines Fahrprofils ausmachen. Vor allem das Bremsvermögen auf trockener Straße ist für mich ein ganz wichtiges Kriterium. Danach führt kein Weg am MCC vorbei, und zwar nach allen bisher veröffentlichten Tests von Ganzjahresreifen.

      Wer seine Schwerpunkte woanders setzt, kommt natürlich auch zu anderen Ergebnissen. Daher stimme ich dir zu, dass die Gesamturteile in den Testberichten nicht viel wert sind. Mit den konkreten Messergebnissen kann man jedoch eine Menge anfangen und so den für das eigene Fahrprofil und die eigenen Anforderungen geeignetsten Reifen herausfinden.

      minoschdog schrieb:

      Da er eher nicht schlechter geworden ist hat die Konkurrenz wohl ihre Hausaufgaben gut gemacht.
      Alle Reifen sind besser geworden. Ob die Konkurrenz ihre Hausaufgaben gemacht hat, will ich dahingestellt sein lassen. Tatsache ist jedenfalls, dass bis auf Michelin nahezu alle anderen Hersteller sich bei der Entwicklung von Ganzjahresreifen am Winterreifen orientieren. Anders sind die gegenüber Sommerreifen durchweg um ca. 15 bis 25 % längeren Bremswege auf trockener Fahrbahn, die in der ganzjährigen Betrachtung mindestens 80 % der Gesamtlaufleistung ausmachen dürfte, kaum zu erklären. Wenn man jetzt noch berücksichtigt, dass Ganzjahresreifen wohl eher von solchen Autofahrern gekauft werden, die nicht gerade in schneereichen Gebieten wohnen oder öfter dorthin fahren, wird deutlich, dass die meisten Reifenhersteller an den Anforderungen an einen guten Ganzjahresreifen vorbeiproduzieren, was sicherlich auch damit zusammenhängt, dass auch die Tester bei den Ganzjahresreifen mehr die Winter- als die Sommereigenschaften im Fokus haben. Ich bin aber sicher, dass sich dies in den nächsten Jahren ändern wird und mehr oder weniger alle Hersteller dem Beispiel von Michelin folgen werden.

      Andreas
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